Welche Vorteile die private Krankenversicherung für Beamte hat, wieviel die PKV kostet und wie die Beihilfe funktioniert, erfahren Sie hier. Beamte und Anwärter/Referendare können durch PKV und Beihilfe im Zusammenspiel einen umfangreichen Versicherungsschutz genießen, der in der Regel sogar deutlich günstiger ist als die gesetzliche Krankenversicherung, weil in der PKV nur die Restkosten versichert werden müssen. Und zwar Einkommensunabhängig.

Das Wichtigste:

  • Beamte können wählen, ob sie freiwillig in der GKV bleiben oder in die PKV wechseln.
  • Aufgrund der Beihilfe lohnt sich die PKV für Beamte und Anwärter/Referendare besonders.
  • Die Beihilfe passt sich den persönlichen familiären Verhältnissen an.
  • Gute Beamtentarife gibt es für Anwärter und Referendare ab 50 € im Monat, für Beamte auf Probe oder auf Lebenszeit ab 150 € im Monat.

Auch gut zu wissen: Die Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsmakler macht die Tarife keinen Cent teurer gegenüber einem Direktabschluss oder Onlineportalen. Und man bekommt die Sicherheit, das beste Produkt zu finden und mit den Gesundheitsfragen auf der sicheren Seite zu sein. Infos zur PKV-Beratung hier.

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Die private Krankenversicherung für Beamte

Was ist die Beihilfe?

Grundsätzlich übernimmt die Beihilfe einen Teil der anfallenden Kosten, wenn ein Beamter krank wird und behandelt werden muss. Oder medizinische Geräte oder Gegenstände benötigt (Hilfsmittel). Mehr zur Beihilfe hier im Blobeitrag mit Video. Die PKV-Leistung kommt dann dazu und stockt (optimalerweise) auf 100% auf, man spricht jedoch von einer Restkostenversicherung. Der wichtigste Punkt sind an der Stelle jedoch nicht nur die Grundleistungen der PKV als Restkostenersatz, sondern auch die sogenannten Beihilfeergänzungstarife, die noch Lücken bei der Beihilfe zusätzlich schließen oder Aufstocken. Welcher Testsieger in Frage kommt, ist damit eher eine Frage der jeweiligen Landesbeihilfeordnung, weil nicht jede Versicherung zu jedem Land gleich gut passt!

Für die Beihilfe muss man nichts zahlen. Manche Bundesländer und auch der Bund selbst erheben jedoch einen Zusatzbeitrag wie für eine private Zusatzversicherung für die sogenannten Wahlleistungen. Manche Länder überlassen dem Beamten auch Selbstbeteiligungen, daher ist die richtige PKV auch eine Frage des jeweiligen Landes, in dem man beamtet wird.

Die Beihilfesätze sind überwiegend wie hier beschrieben. Mehr dazu auf unserer Seite zu den Beihilfesätzen von Bund und Ländern.

Personenkreis Bemessungssatz
Beihilfeberechtigte Person ohne Kinder oder mit 1 Kind 50 %
Beihilfeberechtigte Person mit 2 oder mehr im Familienzuschlag* berücksichtigungsfähigen Kindern 70 %
Berücksichtigungsfähige Person (Ehepartner) 70 %
Jedes im Familienzuschlag* berücksichtigungsfähige Kind 80 %
Empfängerinnen und Empfänger von Versorgungsbezügen (z. B. Beamte im Ruhestand) 70 %

 

Beihilfeberechtigt sind Beamte, Beamtenanwärter, Referendare, Beamte auf Widerruf/Probe, Richter und Staatsanwälte sowie Ehepartner mit niedrigen Einkommen (Länderabhängige Grenze) und Kinder.

Beihilfefähig sind nach §6 BBhV ausschließlich notwendige und wirtschaftlich angemessene Aufwendungen. Erst durch die Ergänzungsleistung der Krankenversicherung und den Beihilfeergänzungstarif erfolgt die Besserstellung. Zum Glück für nur wenige Euro.

Beispiel für Beihilfeeinschränkungen bei Bundesbeamten und warum der richte Versicherer mit dem passenden Beihilfeergänzungstarif individuell wichtig ist:

Bund:
· Kürzung bei Zahnersatz (Material- und Laborkosten): nur 40% beihilfefähig

· Brillenfassungen nicht beihilfefähig

· Brillengläser nur für unter 18-jährige beihilfefähig

· Auslandsrücktransporte nicht beihilfefähig

· Schutzimpfungen bei privaten Auslandsreisen nur bei amtlicher Empfehlung

· 10% Selbstbehalt bei Arzneimitteln (mind. 5,00 €; max. 10,00 €)

· Geschlossener Hilfsmittelkatalog

· Maximal 2 Zahnimplantate pro Kiefer

· 10,00 €/Tag Selbstbehalt für die ersten 28 Tage im Krankenhaus

· 14,50 €/Tag Selbstbehalt für Aufenthalt im Zweibettzimmer

 

 

Privat oder gesetzlich, was ist für Beamte am sinnvollsten?

Im direkten Vergleich lohnt sich in der Regel die private Krankenversicherung für Beamte am Meisten, denn dadurch, dass lediglich der Teil abgedeckt werden muss, den die Beihilfe nicht bezahlt, sind die Prämien sehr günstig.

Außerdem bekommen bis auf (derzeit) Bremen und Hamburg Beamte keinen Zuschuss zu PKV durch den Dienstherren, und müssten daher einkommensabhängig den vollen gesetzlichen Krankenversicherungsbeitrag ohne Arbeitgeberzuschuss bezahlen. Gerade Lehrer, Ministerialbeamte, Staatsanwälte und Richter liegen damit in der Regel beim Höchstsatz der gesetzlichen Krankenversicherung. Die private Krankenversicherung kostet dagegen nur einen Bruchteil.

 

Was kostet die private Krankenversicherung für Beamte?

Im Gegensatz zu vielen Tests oder wenn man sich bei Freunden und Bekannten so umhört, sind die Kosten sehr unterschiedlich. Diese richten sich nach dem Alter, dem Staus (Beamter auf Widerruf/Probe/Lebenszeit) sowie dem Leistungsspektrum das man haben möchte und dem persönlichen Gesundheitszustand mit Beantwortung der Gesundheitsfragen (Zuschläge/Ausschlüsse). Testsieger PKV für Beamte beziehen sich immer auf einen kerngesunden Musterkunden mit dessen Alter, Bundesland und bei dem jeweiligen Versicherer getesteten Tarifen. Und natürlich dem Beihilfesatz. Was eine private Krankenversicherung für Beamte kostet, kann also bei Ihnen individuell völlig anders aussehen.

Aber nun zu den Kosten als Eindruck:

Anwärter und Referendare erhalten einen guten Versicherungsschutz bereits ab ca. 50 Euro bei einem Alter von 23 Jahren.

Beamte auf Probe oder Beamte auf Lebenszeit mit 34 Jahren können sich bereits ab ca. 190 Euro im Monat versichern, realistisch sind ca. 250 Euro.

Warum niedrige Angebot genau so wenig Sinn machen wie teure Angebote, erklären wir in diesem Video zu PKV und Altersrückstellungen.

 

Noch günstigere Tarife für Beamtenanwärter und Referendare

Während der Zeit als Beamtenanwärter oder Referendar bieten die Versicherer ein hochwertiges Leistungsspektrum zu Ausbildungskonditionen an. Sprich vergünstigten Kosten und sehr geringem monatlichen Beitrag. Die Kosten der PKV für Anwärter monatlich liegen ab ca. 50 Euro, gute Tarife um die 89. Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung teils bis zur Hälfte niedriger. Anwärtertarife enden spätestens mit dem 39. Lebensjahr.

 

Die richtige Krankenversicherung für Beamte finden und Testsieger PKV für Beamte

Die Testsieger Krankenversicherung für Beamte wurden in 2019 von Stiftung Warentest / Finanztest ermittelt und sind etwas valider als bspw. die Tests von Handelsblatt oder Ökotest. Trotzdem gilt es, die Bewertungskriterien, deren Gewichtung und den Musterkunden genau zu berücksichtigen. Natürlich ist es ganz verständlich dass man damit versucht, die beste Krankenversicherung für Beamte für sich zu finden oder zumindest einzugrenzen. Daher haben wir auch alle benannten im Vergleich.

Die Testsieger in Stiftung Warentest/ Finanztest waren:

  • Concordia
  • LVM
  • Debeka
  • DKV
  • Alte Oldenburger

Da in dem Test teils Tarifbausteine anderer Gesellschaften aber nicht mit berücksichtigt wurden und auch die Beihilfeergänzungstarife (oben bereits erwähnt) nicht zu jedem Bundesland passen, sollten auch folgende Versicherer berücksichtigt werden:

  • Signal Iduna
  • RuV
  • Allianz
  • ARAG
  • BayerischeBeamten/Versicherungskammer Bayern/UKV

 

Aufgrund Alter oder gesundheitlicher Gegebenheiten, die mit einer anonymen Voranfrage abgeklärt oder oftmals schon von uns im Gespräch eingeordnet werden können, kann es natürlich zu Abweichungen des Beitrags von den Modellkunden der Tests kommen. Die pauschal beste Krankenversicherung kann es daher nicht geben sondern ist eine Frage der persönlichen Gegebenheiten und Wünsche. Die Testsieger bieten eine gute Orientierung.

Ein Tarifvergleich ist das wichtigste

Die Tarife für Beamte unterscheiden sich in Kosten und auch Leistungen. Je nach Beihilfesatz oder auch Einschränkungen in den Leistungen der Beihilfe macht ein persönlicher Vergleich der Krankenversicherungen absolut Sinn. Insbesondere bei Anwärtern und Referendaren auch nach der Ausbildung mit der Beamtung auf Probe, da dann die Rabatte und Nachlässe wegfallen. Zu Beamtung auf Probe ist auch der sinnvollste Termin, um eventuell als Beamter die private Krankenversicherung nochmal zu wechseln. Frei nach dem Motto jung und gesund hat man noch die Auswahl.

Da die Beihilfeordnung enorm wichtig ist als Grundlage für den Vergleich und die dann notwendigen Krankenversicherungsbausteine, ist eine spezialisierte Beratung empfehlenswert. Auch hinsichtlich der Laufbahnen unterscheiden sich die Länder bei Polizei, Lehramt, Ministerien, Professoren, Richtern u.v.m.

  • Bund
  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

 

Wir würden uns natürlich freuen, wenn Sie sich an uns wenden. Haben Sie Fragen oder suchen Sie eine Beratung zur PKV? Dann kontaktieren Sie uns gerne: >Kontaktanfrage< oder 0721 358 369.

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