PKV für Akademische Räte: Beamter auf Zeit, Versicherung auf Dauer
Drei oder sechs Jahre Beihilfe, dann Professur, Lebenszeitstelle oder etwas ganz anderes. Hier steht, wie Akademische Räte sich so versichern, dass jeder Ausgang passt, und was es kostet.
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Sind Sie hier richtig? Diese Seite ist für den akademischen Mittelbau, vor allem für Akademische Räte auf Zeit. Für Professoren gibt es eigene Seiten:
- Die PKV-Entscheidung bei der Berufung: PKV für Professoren
- Ruf an eine andere Hochschule, Forschung im Ausland: Ruf und Hochschulwechsel
- Die ersten fünf Jahre nach der Verbeamtung zur Professur: DU und PKV zur Professur
Von Bernd Krause, Geschäftsführer und Vorsorgespezialist bei Der Fairsicherungsladen GmbH, Autor von „Der Finanzplaner für Akademiker"
Akademische Räte fallen bei den meisten Beratern durchs Raster. Für Professoren gibt es Spezialisten, für Lehrkräfte sowieso. Der Mittelbau dazwischen bekommt meist das Standardpaket für Beamte, und das passt oft nicht. Denn ein Akademischer Rat auf Zeit ist Beamter mit Ablaufdatum.
Drei oder sechs Jahre Beihilfe, dann die Habilitation, eine Professur, eine Stelle auf Lebenszeit, eine angestellte Stelle oder etwas ganz anderes. Wer heute die Krankenversicherung wählt, muss alle diese Ausgänge mitdenken. Das klingt kompliziert. Ist es auch ein bisschen. Aber es lässt sich sauber lösen, wenn man es vorher tut.
Wie ist ein Akademischer Rat krankenversichert? Als Beamter hat ein Akademischer Rat Anspruch auf Beihilfe, in der Regel 50 Prozent der Krankheitskosten. Den Rest deckt meist ein Beihilfetarif der privaten Krankenversicherung. Bei Akademischen Räten auf Zeit endet die Beihilfe mit dem Beamtenverhältnis. Der Tarif sollte deshalb auch für den Fall danach passen, etwa durch die Umstellung auf vollen Schutz oder eine Anwartschaft.
1. Wer zum Mittelbau gehört und wie er versichert ist
| Stelle | Status | Krankenversicherung |
|---|---|---|
| Akademischer Rat auf Zeit (meist A13) | Beamter auf Zeit, oft drei plus drei Jahre zur Qualifikation | Beihilfe plus PKV, oder GKV, in einigen Ländern mit pauschaler Beihilfe |
| Akademischer Rat, Oberrat, Direktor (A13 bis A15) | Beamter auf Probe, dann auf Lebenszeit | Beihilfe plus PKV, wie andere Beamte |
| Wissenschaftlicher Mitarbeiter (TV-L) | Angestellt | Meist gesetzlich pflichtversichert, nur über der Versicherungspflichtgrenze privat |
| Lehrkraft für besondere Aufgaben | Meist angestellt, manchmal verbeamtet | Je nach Status |
Der Unterschied zwischen erster und zweiter Zeile ist für die Versicherung größer, als der Titel vermuten lässt. Auf Lebenszeit gelten dieselben Regeln wie für jede Lehrerin und jeden Finanzbeamten. Auf Zeit nicht.
2. PKV oder GKV als Akademischer Rat auf Zeit?
Die Rechnung für die Zeit im Amt ist klar. In der gesetzlichen Kasse zahlen Beamte den Beitrag ohne Arbeitgeberanteil allein. Bei einer A13-Besoldung von rund 5.000 Euro brutto sind das mit ermäßigtem Satz und durchschnittlichem Zusatzbeitrag etwa 845 € im Monat, nur für die Krankenversicherung. Ein Beihilfetarif liegt nach unserer Erfahrung meist zwischen 230 und 450 €. Über sechs Jahre summiert sich der Unterschied auf einen fünfstelligen Betrag.
Die eigentliche Frage ist aber eine andere: Was passiert danach? Wer nach dem Zeitbeamtenverhältnis wieder als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt wird, ist mit einem Gehalt unter der Versicherungspflichtgrenze automatisch wieder gesetzlich pflichtversichert. Das ist kein Problem, sondern ein Ausweg. Die PKV lässt sich dann mit einer Anwartschaft ruhen lassen, und bei einer späteren Verbeamtung steigen Sie mit dem alten Gesundheitszustand wieder ein.
In Ländern mit pauschaler Beihilfe gibt es eine dritte Variante: gesetzlich bleiben und vom Dienstherrn die Hälfte des Beitrags bekommen. Für Zeitbeamte mit Familie oder mit gesundheitlichen Vorbelastungen kann das passen. Die Wahl ist allerdings unwiderruflich und gilt nur in diesem Land.
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Mehr InformationenWarum Beamte in der gesetzlichen Kasse meist mehr zahlen, in einer Minute.
3. Was nach dem Zeitbeamtenverhältnis passiert
Das Ende der Zeit ist planbar, der Ausgang nicht. Für jeden Ausgang gibt es eine saubere Lösung, wenn der Tarif sie vorsieht:
| Danach | Was mit der Krankenversicherung passiert |
|---|---|
| Professur oder Rat auf Lebenszeit | Beihilfe läuft weiter, der Tarif bleibt. Bei Wechsel des Bundeslands an die neue Beihilfe anpassen |
| Angestellte Stelle unter der Versicherungspflichtgrenze | Zurück in die gesetzliche Kasse. PKV als Anwartschaft ruhen lassen, falls eine Verbeamtung später noch möglich ist |
| Angestellte Stelle über der Versicherungspflichtgrenze | In der PKV bleiben, Umstellung auf vollen Schutz, Arbeitgeberzuschuss |
| Lücke, Stipendium, Ausland | Beihilfe endet. Innerhalb von sechs Monaten Umstellung auf vollen Schutz ohne Gesundheitsprüfung verlangen, oder Anwartschaft und Schutz vor Ort |
Die sechs Monate stehen in § 199 VVG und sind eine echte Frist. Wer sie verpasst, bekommt den vollen Schutz nur noch mit neuer Gesundheitsprüfung. Und bei der Wahl des Tarifs zu Beginn lohnt ein Blick darauf, was der Versicherer für den Fall ohne Beihilfe anbietet. Manche Gesellschaften haben dafür gute Anschlusstarife, manche nur teure.
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Mehr InformationenKleine und große Anwartschaft: was sie sichern und was sie kosten.
Ihr Zeitvertrag läuft in zwei Jahren aus, und Sie wissen noch nicht, wie es weitergeht? Genau dann lohnt sich ein Blick auf den Tarif. Schicken Sie uns Ihren Versicherungsschein.
PKV als Akademischer Rat prüfen lassen4. Dienstunfähigkeit im Mittelbau
Beamte auf Zeit haben bei Dienstunfähigkeit dasselbe Problem wie Beamte auf Probe. Ohne fünf Dienstjahre gibt es in der Regel kein Ruhegehalt, nur die Entlassung und eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rente. Bei einem Akademischen Rat auf Zeit, der die fünf Jahre oft gar nicht erreicht, bedeutet das: praktisch keine Absicherung durch den Dienstherrn.
Dazu kommt die unsichere Laufbahn. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für den Mittelbau muss deshalb zweierlei können. Sie braucht eine echte Dienstunfähigkeitsklausel für die Zeit im Beamtenverhältnis. Und sie muss als normale BU weitertragen, wenn Sie danach angestellt arbeiten, in der Wissenschaft oder außerhalb. Mehr dazu auf den Seiten zur BU für Wissenschaftler und zur BU für wissenschaftliche Mitarbeiter. Wer mit der Habilitation auf eine Professur zusteuert, findet die Besonderheiten der ersten fünf Jahre auf der Seite DU und PKV zur Professur.
5. Auf Lebenszeit: Akademischer Oberrat und Direktor
Für Akademische Räte auf Lebenszeit gelten die üblichen Regeln für Beamte. Beihilfe meist 50 Prozent, ab zwei Kindern in vielen Ländern 70 Prozent, im Ruhestand 70 Prozent. Kinder mit 80 Prozent. Der Tarif muss zur Beihilfeverordnung Ihres Dienstherrn passen, weil es 17 verschiedene Verordnungen gibt und die Unterschiede im Kleingedruckten liegen.
Wer erst nach Jahren als Mitarbeiter auf Lebenszeit verbeamtet wird, steht vor denselben Fragen wie ein spät berufener Professor: Gesundheitsfragen über zehn Jahre, ein höheres Eintrittsalter, vielleicht ein Partner, der selbst gesetzlich versichert ist. Hier hilft eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern, bevor ein Antrag gestellt wird. Wie die Wege in die PKV je nach heutiger Versicherung aussehen, steht auf der Seite PKV für Professoren. Für Räte gilt dort fast alles genauso.
So läuft Ihre Beratung als Akademischer Rat ab
- Laufbahn skizzieren. Status, Laufzeit, was danach realistisch ist, Bundesland, Familie.
- Gesundheit aufbereiten. Mit anonymen Voranfragen, bevor irgendwo ein Antrag liegt.
- Tarife vergleichen. Mit Blick auf den Fall ohne Beihilfe: Anschlusstarif, Anwartschaft, Umstellung.
- Absichern. PKV und BU mit Dienstunfähigkeitsklausel aufeinander abgestimmt.

Festgehalt statt Provision
Unsere Berater verdienen nichts extra, wenn Sie in die PKV gehen. Wenn die GKV mit pauschaler Beihilfe für Sie besser ist, sagen wir das.
Spezialisiert auf Beamte
Ärztehausprinzip: Für Beihilfe, Dienstunfähigkeit und Vorsorge gibt es bei uns jeweils eigene Spezialisten.
Online oder in Karlsruhe
Acht von zehn Beratungen laufen per Bildschirm. Ihr Uni-Standort spielt keine Rolle.
Was es kostet
Im Regelfall kein separates Beratungshonorar. Die Beiträge sind dieselben wie direkt beim Versicherer.
„Herr Bernd Krause besitzt umfangreiches Fachwissen und konnte dies für mich als Kunden hervorragend vermitteln. Außerdem nimmt er sich viel Zeit, beantwortet geduldig alle Fragen."
C. P. aus Karlsruhe„Die in Frage kommenden Optionen werden ausführlich und nachvollziehbar erklärt und durch verständliche Beispielrechnungen gestützt."
T. G. F. aus Freiburg„Er war der erste, der tiefer in unsere Erwartungen, Bedürfnisse und Wünsche einging."
Markus aus BornheimPKV-Anfrage für Akademische Räte
Schicken Sie uns Status, Laufzeit Ihres Zeitbeamtenverhältnisses, Bundesland und Ihre heutige Versicherung. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.
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Häufige Fragen zur PKV für Akademische Räte
Für die Zeit im Amt meist ja, weil Beamte in der gesetzlichen Kasse den Beitrag allein zahlen. Wichtig ist, den Tarif so zu wählen, dass er auch für die Zeit danach passt, etwa mit einem guten Anschlusstarif oder der Möglichkeit einer Anwartschaft.
Die Beihilfe endet. Werden Sie danach unter der Versicherungspflichtgrenze angestellt, sind Sie wieder gesetzlich pflichtversichert und können die PKV als Anwartschaft ruhen lassen. Sonst können Sie innerhalb von sechs Monaten die Umstellung auf vollen Schutz ohne Gesundheitsprüfung verlangen.
Ja, wenn Sie danach als Angestellter mit einem Gehalt unter der Versicherungspflichtgrenze arbeiten. Dann tritt die Versicherungspflicht automatisch ein.
In der Regel 50 Prozent, mit zwei oder mehr Kindern in vielen Ländern 70 Prozent, im Ruhestand 70 Prozent. Kinder erhalten 80 Prozent.
Ja. Ohne fünf Dienstjahre gibt es bei Dienstunfähigkeit in der Regel kein Ruhegehalt. Die Versicherung sollte eine echte Dienstunfähigkeitsklausel haben und als BU weitertragen, wenn Sie später angestellt arbeiten.
Nach unserer Erfahrung meist zwischen 230 und 450 Euro im Monat für die hauptversicherte Person, abhängig von Alter, Gesundheit und Tarif. In der gesetzlichen Kasse zahlen Beamte bei A13 ohne Arbeitgeberanteil rund 845 Euro.
Manchmal, etwa bei Familien mit gesundheitlichen Vorbelastungen. Die Entscheidung ist aber unwiderruflich und gilt nur im jeweiligen Land. Wir rechnen beide Varianten durch.
Vorab selbst einlesen
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Ratgeber herunterladenAnwartschaft verstehen
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„Der Finanzplaner für Akademiker“ führt durch PKV, Berufs- und Dienstunfähigkeit, Altersvorsorge und Geldanlage, in der Reihenfolge, die nach dem Studium Sinn ergibt. Geschrieben für Akademiker in Du-Form, ohne Produktkatalog.



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PKV als Akademischer Rat prüfen lassenHinweis: Diese Seite ersetzt keine individuelle Beratung und keine Rechtsberatung. Status, Laufzeiten und Beihilferegeln für Akademische Räte unterscheiden sich je Land. Beitragsangaben sind Erfahrungswerte, keine Angebote. Kundenstimmen sind Auszüge aus Bewertungen auf externen Bewertungsportalen.
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