Was brauchen Sie wirklich als Dienstanfänger?
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Ich sage das nach über 6.000 Beratungsgesprächen: Der Berufseinstieg als Beamter ist der wichtigste Versicherungsmoment überhaupt. Nicht wegen der Geldbeträge – die sind in dieser Phase noch überschaubar. Sondern weil in den ersten Monaten und Jahren Weichen gestellt werden, die für die nächsten Jahrzehnte gelten.
Wer mit 27 eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließt, zahlt dafür vielleicht 48 €/Monat. Wer damit bis 38 wartet, zahlt für denselben Schutz oft das Doppelte – falls er ihn dann noch bekommt. Und wer den Einstieg in die PKV verpasst, zahlt als älterer Beamter einen Beitrag, der den eines 27-Jährigen um mehrere hundert Euro übersteigt.
Das sind keine Schreckenszahlen. Das ist Mathematik.
Aus der Praxis: Der Referendar, der warten wollte
Jonas M., 29, Lehramtsreferendar in Baden-Württemberg. Kam zur Beratung mit dem Satz: „Ich bin noch im Ref, da lohnt sich das doch noch nicht.“
Wir haben seine Situation durchgegangen: 11 Monate Referendariat, kein Ruhegehaltsanspruch, kein privater DU-Schutz, noch in der GKV. Bei Dienstunfähigkeit in dieser Phase: null staatliche Versorgung, kein Krankengeld nach 6 Wochen – weil er als Beamter gar keinen Anspruch hat. Die Lücke wäre sein volles Nettoeinkommen gewesen.
Was ihn überzeugt hat: Eine DU-Versicherung mit Dienstanfängeroption, abgeschlossen mit 29, ohne aufwendige Gesundheitsprüfung. Beitrag: 51,20 €/Monat. Hätte er bis nach der Verbeamtung auf Lebenszeit gewartet: vermutlich 85 €+.
Was „Dienstanfänger“ versicherungstechnisch wirklich bedeutet
Der Begriff klingt unscheinbar. Versicherungsrechtlich ist er entscheidend. Als Referendar, Anwärter oder neu Verbeamteter befinden Sie sich in einer Phase, in der der Staat weniger leistet als die meisten denken – und in der der Privatmarkt die günstigsten Konditionen anbietet.
Drei Fakten, die Sie kennen sollten:
1. Kein Ruhegehalt unter 5 Dienstjahren. Wer in den ersten fünf Jahren dienstunfähig wird, hat keinen Anspruch auf Ruhegehalt. Das ist kein Randfall – Burnout, Rückenprobleme und psychische Erkrankungen treffen auch 26-Jährige. Ohne private DU-Versicherung stehen Sie in diesem Fall mit nichts da.
2. PKV-Einstieg ist zeitkritisch. Die privaten Krankenversicherer bieten für Referendare und Anwärter unter 38 besonders günstige Einstiegsbeiträge – weil Sie jung und statistisch gesund sind. Dieser Vorteil schwindet mit jedem Jahr. Ab 38 zahlen Sie strukturell mehr, auch wenn Sie gesund bleiben.
3. GKV als Beamter ist fast immer teurer. Als Beamter erhalten Sie keinen Arbeitgeberzuschuss zur GKV. Sie würden den vollen Beitrag von rund 16,3 % selbst tragen – bei einem Brutto von 3.500 € wären das 570 €/Monat, ohne Pflegeversicherung. Die PKV-Ergänzung liegt in derselben Altersklasse bei 90 bis 180 €.
⚠️ Das Dienstanfängerfenster schließt sich. Viele Versicherer bieten Dienstanfängeroptionen – vereinfachte Gesundheitsprüfung, garantierte Nachversicherung, besondere Einstiegsbeiträge – nur für einen begrenzten Zeitraum nach der Verbeamtung. Wer zu lange wartet, verliert diesen Zugangsvorteil unwiderruflich.
Was wirklich Priorität hat – und was warten kann
Ich erlebe in Beratungen immer wieder, dass Berufseinsteiger entweder alles auf einmal abschließen wollen oder gar nichts – weil die Übersicht fehlt. Dabei ist die Reihenfolge klar.
Priorität 1: Die Dienstunfähigkeitsversicherung. Sie ist die existenzielle Absicherung. Bevor nicht dieser Schutz steht, macht es wenig Sinn, über Rentenversicherung oder Zahnzusatz zu sprechen. Die DU-Versicherung mit echter Dienstunfähigkeitsklausel – nicht die abgeschwächte „einfache Beamtenklausel“ – ist für Referendare und Anwärter das Wichtigste. Kosten: typisch 38 bis 80 €/Monat je nach Alter und Tarif.
Priorität 2: Die PKV-Ergänzung. Gemeinsam mit der Beihilfe des Dienstherrn bildet sie Ihre vollständige Krankenversicherung. Die Beihilfe übernimmt typisch 50 % (ledig ohne Kinder) oder 70 % (mit Kindern/Ehepartner ohne Einkommen), die PKV deckt den Rest. Beiträge für Referendare und Anwärter unter 38: 90 bis 180 €/Monat. Ab 38 steigen die Beiträge deutlich.
Priorität 3: Private Haftpflicht. Günstig, wichtig, schnell erledigt. Für Lehrkräfte und Polizeibeamte empfiehlt sich eine kombinierte Lösung mit Diensthaftpflicht.
Spätestens ab Jahr 2: Private Altersvorsorge. Die Beamtenpension klingt gut – und ist es, wenn Sie 40 volle Dienstjahre leisten. Dann erhalten Sie maximal 71,75 % Ihres letzten Bruttos. Bei kürzeren Laufzeiten, frühzeitiger Dienstunfähigkeit oder steigendem Lebensstandard wird die Lücke spürbar. Empfehlung: mindestens 100 bis 150 €/Monat, kombiniert aus ETF-Sparplan und privater Rentenversicherung. Je früher, desto kleiner der monatliche Aufwand.
Aus der Praxis: Die Anwärterin, die alles auf einmal wollte
Lena S., 24, Anwärterin im gehobenen Verwaltungsdienst, Bayern. Kam mit einer Liste von sieben Versicherungen, die ihr ein Strukturvertriebsmitarbeiter empfohlen hatte – darunter eine kapitalbildende Lebensversicherung, zwei Zusatzversicherungen und eine Unfallversicherung.
Monatliche Gesamtkosten laut Angebot: 438 €. Bei Anwärterbezügen von rund 1.300 € brutto.
Was wir stattdessen vereinbart haben: DU-Versicherung (52 €), PKV-Ergänzung (112 €), private Haftpflicht (7 €). Gesamt: 171 €. Die Kapitalversicherung haben wir nicht abgeschlossen – weil sie in dieser Phase weder sinnvoll noch notwendig war. Den ETF-Sparplan bauen wir auf, sobald das Einkommen nach der Verbeamtung steigt.
Der Provisionsberater hatte offenbar andere Prioritäten.
Lehrkräfte, Polizei, Vollzug: Warum Ihr Beruf die Auswahl beeinflusst
Nicht jeder Dienstanfänger hat dieselbe Risikolage. Lehrkräfte sind die Berufsgruppe mit den meisten DU-Fällen überhaupt – überwiegend durch psychische Erkrankungen und Burnout. Polizei und Vollzug haben ein erhöhtes Risiko durch physische und psychische Belastungen im Einsatz.
Für Lehrkräfte gilt: Der häufigste DU-Grund – Burnout und Depressionen – ist bei einer guten DU-Versicherung vollständig mitversichert. Kein Ausschluss für psychische Erkrankungen. Das ist der Standard, den wir beim Abschluss prüfen.
Für Polizei, Feuerwehr und Vollzug: Einsatzbedingte Dienstunfähigkeit sollte explizit mitversichert sein. Manche Tarife schließen „gefährliche Berufsrisiken“ aus – das wäre genau das, womit ein Polizist am häufigsten konfrontiert ist. Diese Tarife sind nicht sinnvoll.
Aus der Praxis: Der Polizeikommissar-Anwärter mit dem falschen Tarif
Stefan R., 22, Polizeikommissar-Anwärter, NRW. Hatte bei einem Versicherer einen günstigen DU-Tarif abgeschlossen – auf den ersten Blick ein gutes Angebot. Beitrag: 39 €/Monat.
Beim Durchlesen des Vertrages in unserer Beratung: Der Tarif enthielt einen Ausschluss für DU-Fälle, die „durch die Ausübung des Polizeidienstes direkt verursacht“ werden. Das ist für einen Polizisten wie ein Autoversicherungsvertrag, der nicht bei Verkehrsunfällen zahlt.
Wir haben den Vertrag nicht erhöht, sondern ersetzt – durch einen Tarif ohne diesen Ausschluss. Beitrag: 61 €/Monat. Der Unterschied im Ernstfall: alles.
„Das Referendariat ist der günstigste Moment im Berufsleben, um eine DU-Versicherung abzuschließen. Wer das Fenster nutzt, zahlt oft 30 bis 50 % weniger als jemand, der fünf Jahre später kommt – bei identischem Schutz. Und wer das Fenster verpasst und dann eine Diagnose bekommt, hat möglicherweise gar keine Wahl mehr.“
Häufige Fragen von Referendaren und Anwärtern
Echte DU-Klausel: Der Versicherer zahlt, sobald Ihr Dienstherr Sie offiziell für dienstunfähig erklärt und in den Ruhestand versetzt – ohne eigene Prüfung, ohne Widerspruch.
Unechte Klausel („einfache Beamtenklausel“): Der Versicherer darf trotz Dienstunfähigkeitsbescheid selbst prüfen und im Zweifel ablehnen. Im schlimmsten Fall: Dienstherr sagt dienstunfähig, Versicherer zahlt nicht. Auf diesen Unterschied kommt es an – er steht im Kleingedruckten und wird bei Billigtarifen oft weggespart.
Sie müssen nicht. Als Referendar können Sie sich freiwillig in der GKV versichern. Aber: Sie zahlen dann den vollen GKV-Beitrag ohne Arbeitgeberzuschuss – das sind bei einem Einkommen von 1.700 € brutto rund 277 €/Monat, plus Pflegeversicherung. Die PKV-Ergänzung kostet in diesem Alter 90 bis 180 €.
Die GKV ist für Beamte in der Regel strukturell teurer und leistet weniger. Ausnahme: Vorerkrankungen, die einen PKV-Abschluss erschweren oder erheblich verteuern – das klären wir mit einer anonymen Voranfrage.
Viele DU-Tarife bieten Berufseinsteigern eine vereinfachte Gesundheitsprüfung – weniger Fragen, häufig ohne ärztliche Untersuchung. Diese Option gilt typisch für einen begrenzten Zeitraum nach der ersten Verbeamtung oder nach dem Beginn des Referendariats.
Ob Sie noch im gültigen Zeitfenster sind, klären wir sofort – gerade bei Referendaren und Anwärtern lohnt es sich, keine Zeit zu verlieren.
Häufig ja – aber die Reihenfolge ist entscheidend. Zuerst die anonyme Risikovoranfrage: Wir fragen bei mehreren Versicherern an, ohne Ihren Namen oder eine formelle Anfrage zu stellen. So wissen wir, wer zu Ihrem Profil passt, bevor ein Eintrag entsteht.
Möglich sind dann: Abschluss mit Ausschluss der betreffenden Erkrankung, Beitragszuschlag, oder in seltenen Fällen Ablehnung. Wichtig: Nach einer formellen Ablehnung durch einen Versicherer wird es spürbar schwieriger. Den richtigen Weg zuerst gehen.
Der Beihilfesatz hängt von Familienstand und Bundesland ab. Als Faustregel gilt: 50 % als lediger Beamter ohne Kinder, 70 % mit Kindern oder Ehepartner ohne eigenes Einkommen, 80 % für die Kinder selbst.
Die PKV-Ergänzungsversicherung deckt die restlichen 50 % bzw. 30 % ab. Zusammen ergibt das 100 % Absicherung – oft mit deutlich besseren Leistungen als die GKV: Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, kürzere Wartezeiten.
Während des Referendariats bei Anwärterbezügen von 900 bis 1.700 € ist der Spielraum eng. Hier hat Altersvorsorge keine Priorität – DU und PKV kommen zuerst.
Spätestens mit der ersten vollen Besoldung nach der Verbeamtung sollten Sie beginnen. Die Beamtenpension deckt bei 40 Dienstjahren maximal 71,75 % Ihres letzten Bruttos ab – und das nur bei perfekter Laufbahn. Für alles, was darüber hinausgeht oder kürzer läuft, brauchen Sie eine eigene Säule. 100 bis 150 €/Monat ab Berufsstart sind ein guter Anfang.
Alle Beraterinnen und Berater beim Fairsicherungsladen arbeiten auf Festgehalt – kein individueller Provisionsanreiz, kein bevorzugter Partnerversicherer, keine Mindestabschlussquote. Das erlaubt uns, auch zu sagen: „Diese Versicherung brauchen Sie jetzt nicht.“ Seit 1983, über 6.000 BU-/DU-Beratungen, 832+ Bewertungen mit 4,89 von 5 Sternen.
Weiterführende Informationen
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Der Konfigurator oben zeigt, was Sie brauchen. Das persönliche Gespräch klärt, welcher Tarif passt, ob eine Dienstanfängeroption noch verfügbar ist – und was Sie tatsächlich weglassen können.
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