ETF-Depot oder ETF-Rentenversicherung: Welche Lösung passt wirklich zu Ihnen?
Die richtige Frage ist nicht, was besser ist, sondern was zu Ihrem Ziel, Ihrer Flexibilität und Ihrer Steuersituation passt. Hier bekommen Sie den ehrlichen Vergleich, ohne Verkaufsinteresse.
Die richtige Frage ist nicht, was besser ist
Weder ETF-Depot noch ETF-Rentenversicherung sind pauschal besser. Beides sind Werkzeuge, und das richtige Werkzeug hängt von Ihrer Situation ab. Vier Faktoren entscheiden:
Ziel: Wie viel brauchen Sie, und wann?
Flexibilität: Brauchen Sie jederzeit Zugriff auf das Geld?
Steuern: Lohnt sich der Versicherungsmantel in Ihrem Fall steuerlich?
Disziplin: Brauchen Sie Struktur, oder sind Sie selbst diszipliniert genug?
Diese vier Faktoren entscheiden. Nicht die Meinung im Forum, nicht der schnelle Vergleichsrechner und schon gar nicht das Marketing eines Anbieters.
Der Vergleich in Klartext, ohne Marketing
ETF-Depot
ETF-Rentenversicherung
Kosten und Effektivkosten: worauf Sie achten müssen
Entscheidend bei Rentenversicherungen sind die Effektivkosten. Sie fassen Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten in einer Zahl zusammen. Unter 0,8 % ist günstig, über 1,5 % ist teuer. Bei 2 % fressen die Kosten über 30 Jahre schnell fast ein Drittel Ihres Endkapitals. Genau hier trennt sich die gute von der teuren Police.
Für wen passt was? Drei Beispiele aus der Praxis
Ich will maximal flexibel bleiben
Softwareentwickler, 32, gut verdienend, plant womöglich einen Auslandsaufenthalt oder ein Sabbatical.
Ich will eine klare Rentenstruktur
Angestellte, 40, hohes Einkommen, möchte sich nicht ständig kümmern und später eine planbare Rente.
Ich will beides kombinieren
Freiberuflerin, 35, schwankendes Einkommen, will Flexibilität und zugleich eine feste Basis.
Das sind Beispiele, keine Blaupausen
Jede Situation ist anders. In der Vorsorgeanalyse rechnen wir beide Varianten auf Ihre Zahlen durch, auf Festgehalt-Basis und ohne Provisionsinteresse. Keine Mehrkosten gegenüber einem Direktabschluss.
Steuervorteil gegen Kosten: Wann lohnt sich der Versicherungsmantel?
Der häufigste Irrtum lautet: Die Rentenversicherung hat einen Steuervorteil, also ist sie besser. So einfach ist es nicht.
Der Steuereffekt (Halbeinkünfteverfahren): Ab 62 Jahren und mindestens 12 Jahren Laufzeit wird bei Kapitalauszahlung nur die Hälfte des Ertrags mit Ihrem persönlichen Satz besteuert. Das kann attraktiv sein, vor allem bei hohem Steuersatz.
Aber: Der Steuervorteil muss erst einmal die höheren Kosten ausgleichen. Liegen die Effektivkosten 1,5 % über denen des Depots, ist der Steuervorteil in vielen Fällen schon wieder aufgezehrt.
Als Faustformel: Effektivkosten unter 0,8 %, hoher persönlicher Steuersatz und eine lange Laufzeit sprechen für den Versicherungsmantel. Effektivkosten über 1,2 % und ein normaler Steuersatz sprechen fast immer für das Depot.
Wir rechnen das in der Vorsorgeanalyse mit Ihren echten Zahlen durch, dann sehen Sie schwarz auf weiß, was sich für Sie mehr lohnt.
Was unsere Mandanten sagen
Unsere öffentlichen Bewertungen finden Sie auf ProvenExpert, bei Google und auf Trustpilot: 4,89 von 5 bei 832+ Bewertungen.
Vorsorgeanalyse anfragen: Depot und Rentenversicherung durchrechnen
Wir rechnen beide Varianten auf Ihre Situation durch: Effektivkosten, Steuereffekt, Flexibilität, Rentenfaktor. Sie sehen schwarz auf weiß, was sich für Sie lohnt.
Unverbindlich. Sie entscheiden danach in Ruhe. Terminvorschlag in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Werktagen. Lieber direkt schreiben? anfrage@fair-ka.de
Häufige Fragen: ETF-Depot und ETF-Rentenversicherung
Flexibilität gegen Struktur. Das Depot gehört Ihnen, Sie können jederzeit entnehmen, umschichten oder aufstocken. Die ETF-Rentenversicherung bietet einen Rahmen aus Steuerlogik, garantiertem Rentenfaktor und automatischer Verrentung, dafür mit weniger Zugriff.
Die Effektivkosten. Sie fassen Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten in einer Zahl zusammen. Unter 0,8 % gilt als günstig, über 1,5 % als teuer. Zum Vergleich: Ein ETF-Depot kostet typischerweise 0,1 bis 0,3 %.
Effektivkosten zeigen, wie viel Rendite pro Jahr durch Kosten verloren geht, ausgedrückt in Prozent. Ein Beispiel: 6 % Bruttorendite minus 1,5 % Effektivkosten ergeben 4,5 % für Sie. Über 30 Jahre summiert sich dieser Unterschied auf Zehntausende Euro.
Meistens ja, aber nur innerhalb der vom Versicherer angebotenen Fondspalette. Die ist mal breit, mal eingeschränkt. Beim Depot haben Sie die volle Auswahl aller börsengehandelten ETFs. Dafür sind Umschichtungen innerhalb der Police steuerfrei, im Depot löst ein Verkauf Abgeltungssteuer aus.
Eingeschränkt. Zuzahlungen und Beitragspausen sind je nach Vertrag möglich, Teilentnahmen oft nicht oder nur mit Abschlägen. Beim Depot können Sie jederzeit Anteile verkaufen oder zukaufen.
Eine Beitragsfreistellung ist meistens möglich, das Kapital bleibt dann im Vertrag. Bei Kündigung erhalten Sie den Rückkaufswert, der durch Abschlusskosten gerade in den ersten Jahren deutlich unter der Einzahlungssumme liegen kann. Beim Depot gibt es solche Stornoverluste nicht.
Bei der Rentenversicherung können Sie meist wählen: lebenslange Rente oder einmalige Kapitalzahlung. Bei der Rente greift der Rentenfaktor, also wie viel Rente Sie pro 10.000 € Kapital erhalten. Beim Depot bauen Sie sich selbst einen Auszahlplan oder entnehmen nach Bedarf.
Nicht automatisch. Mit einem strukturierten Auszahlplan und einem Sicherheitspuffer von zwei bis drei Jahresentnahmen in Cash oder Anleihen lässt sich ein Depot auch im Ruhestand gut steuern. Das Risiko ist steuerbar, nicht alles oder nichts.
Ja, oft ist die Kombination ideal: das Depot für Flexibilität und kurzfristigere Ziele, der Versicherungsmantel für die langfristige Basis mit Steuereffekt. In der Vorsorgeanalyse rechnen wir aus, welcher Mix zu Ihrem Profil passt.
Bei hohem Einkommen kann der Steuereffekt der Rentenversicherung über das Halbeinkünfteverfahren ab 62 attraktiver sein. Aber nur, wenn die Kosten stimmen. Hohe Effektivkosten fressen den Steuervorteil wieder auf.
Selbstständige brauchen häufig maximale Flexibilität wegen schwankender Einkünfte. Das spricht eher fürs Depot. Eine ETF-Rentenversicherung kann ergänzend sinnvoll sein, aber nur, wenn Beitragspausen flexibel möglich sind. Mehr dazu auf unserer Seite Altersvorsorge für Selbstständige.
Mit Zahlen. In der Vorsorgeanalyse rechnen wir beide Varianten auf Ihre Situation durch: Effektivkosten, Steuereffekt, Flexibilität, Rentenfaktor. Dann sehen Sie schwarz auf weiß, was für Sie besser funktioniert.
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Geschäftsführer und Vorsorgespezialist beim Fairsicherungsladen, Autor des Finanzplaners für Akademiker. Seine Bachelorarbeit behandelte Anlageformen in privaten Rentenversicherungen. Er führt das 1983 gegründete Haus in zweiter Generation. Mehr über Bernd Krause.
Depot oder Rentenversicherung: die Entscheidung ist eine Rechnung
Keine Glaubensfrage. Wir rechnen beide Varianten auf Ihre Situation durch, ehrlich, verständlich und auf Festgehalt-Basis.
Vorsorgeanalyse anfragenDer Fairsicherungsladen GmbH, Waldstr. 65, 76133 Karlsruhe. Kontakt: anfrage@fair-ka.de, Telefon 0721 358 369.
