Beamtenberatung seit 1983 · Festgehalt statt Provision

Versicherungen für Beamte: Welche Sie wirklich brauchen

PKV, Dienstunfähigkeit, Haftpflicht und Vorsorge – was für Beamte, Anwärter und Referendare tatsächlich wichtig ist. Und was nicht. Auf Basis von 6.000+ Beratungen, anbieterübergreifend verglichen.

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Seit 1983Spezialisiert auf Beamte
6.000+PKV- & DU-Beratungen
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Als Beamter haben Sie einen sicheren Job. Aber sicher heißt nicht automatisch gut abgesichert. Denn gerade die Stellen, an denen der Staat für Angestellte einspringt – Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung, gesetzliche Rentenversicherung, Schutz bei Berufsunfähigkeit – funktionieren für Beamte komplett anders. Beihilfe statt Arbeitgeberanteil. Pension statt Rente. Dienstunfähigkeit statt Berufsunfähigkeit. Klingt ähnlich, hat aber völlig andere Konsequenzen für Ihre Absicherung.

Die Kurzversion: Drei Versicherungen sind für praktisch jeden Beamten unverzichtbar – eine PKV mit beihilfekonformem Tarif, eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit echter DU-Klausel und eine Diensthaftpflicht. Alles darüber hinaus hängt von Ihrer Lebenssituation ab. In welcher Karrierephase Sie sich befinden, welches Bundesland Ihr Dienstherr ist und ob Familie, Kredit oder beides anstehen – das macht den Unterschied. Auf dieser Seite erklären wir alles, was Sie wissen müssen, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Was Beamte versicherungstechnisch von Angestellten unterscheidet

Die meisten Beamten wissen, dass sie „irgendetwas mit Beihilfe" machen müssen. Aber die wenigsten verstehen, warum das gesamte Versicherungskonstrukt für Beamte so grundlegend anders ist. Vier Punkte, die alles bestimmen:

Beihilfe statt Arbeitgeberzuschuss

Angestellte bekommen die Hälfte ihres Krankenversicherungsbeitrags vom Arbeitgeber. Beamte bekommen stattdessen Beihilfe – einen Zuschuss zu den tatsächlichen Krankheitskosten, nicht zum Versicherungsbeitrag. Das klingt nach einem kleinen Unterschied, bedeutet aber: Sie brauchen keine Vollversicherung. Sie brauchen eine Restkostenversicherung, die nur den Teil abdeckt, den die Beihilfe nicht zahlt. Und genau das macht die PKV für Beamte so viel günstiger als die GKV.

Dienstunfähig statt berufsunfähig

Wenn Sie als Beamter Ihren Dienst nicht mehr ausüben können, werden Sie vom Dienstherrn als dienstunfähig erklärt. Das ist ein anderer Prozess als bei der klassischen Berufsunfähigkeit – und eine normale BU-Versicherung ohne echte DU-Klausel hilft Ihnen im Ernstfall wenig. Denn der Versicherer prüft dann nach seinen eigenen Kriterien, ob Sie „berufsunfähig" sind – unabhängig davon, was Ihr Dienstherr entschieden hat. Die Folge: Sie sind dienstunfähig gestellt, bekommen aber keine Leistung, weil die BU-Versicherung zu einem anderen Ergebnis kommt. Das erleben wir in der Praxis immer wieder.

Persönliche Haftung im Dienst

Anders als viele denken, haften Beamte für Schäden, die sie im Dienst verursachen – und zwar mit ihrem Privatvermögen. Nach § 839 BGB und § 78 BBG kann der Dienstherr Sie in Regress nehmen. Eine normale Privathaftpflicht deckt dienstliche Handlungen nicht ab. Deshalb brauchen Beamte eine separate Diensthaftpflicht.

Pension statt Rente

Beamte zahlen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Stattdessen erhalten sie eine Pension – maximal 71,75 % des letzten Bruttogehalts nach 40 vollen Dienstjahren. Klingt erst mal gut. Aber: Wer keine 40 Jahre schafft – durch späten Berufseinstieg, Teilzeit, Elternzeit oder vorzeitigen Ruhestand – bekommt entsprechend weniger. Und von der Bruttopension gehen noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge ab. Die tatsächliche Versorgungslücke ist bei den meisten Beamten größer, als sie denken.

Die drei Pflicht-Bausteine: Was jeder Beamte braucht

Bevor wir in die Details gehen, hier die Essenz aus über 6.000 Beratungen. Diese drei Versicherungen braucht praktisch jeder Beamte – vom Referendar bis zum Ministerialbeamten:

VersicherungWarum unverzichtbarTypische Kosten
PKV mit BeihilfetarifBeihilfe deckt 50–80 % – den Rest muss eine Restkostenversicherung übernehmen. GKV wäre oft doppelt so teuer.50–280 €/Monat je nach Status und Alter
Dienstunfähigkeitsversicherung (DU)Unter 5 Dienstjahren kein Ruhegehalt bei DU. Danach nur ein Bruchteil. Ohne DU-Versicherung droht der finanzielle Absturz.38–135 €/Monat je nach Alter
DiensthaftpflichtPersönliche Haftung für Dienstschäden mit Privatvermögen. Privathaftpflicht deckt das nicht.6–15 €/Monat (oft als Baustein in der Privathaftpflicht)
Unsere Erfahrung: Die Reihenfolge ist kein Zufall. Wir empfehlen immer: Erst DU abschließen, dann PKV, dann Haftpflicht. Der Grund: Bei der DU-Versicherung spielen Gesundheitsfragen eine größere Rolle als bei der PKV. Wenn Sie die DU zuerst beantragen, vermeiden Sie, dass eine PKV-Antragstellung Ihre DU-Konditionen beeinflusst.

Welche Versicherungen brauchen Sie konkret?

Das hängt von Ihrem Status, Bundesland, Alter und Familiensituation ab. In einem persönlichen Gespräch klären wir genau das – anbieterübergreifend und auf Festgehalt-Basis.

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PKV & Beihilfe: Warum Beamte mit der Privatversicherung fast immer besser fahren

93 % aller Beamten in Deutschland sind privat krankenversichert – und das hat gute Gründe. Der Kern: Ihr Dienstherr übernimmt über die Beihilfe 50 bis 80 % Ihrer Krankheitskosten. Sie müssen nur den Rest versichern. In der GKV müssten Sie dagegen den vollen Beitrag zahlen – einkommensabhängig, ohne Zuschuss vom Dienstherrn.

Ein 30-jähriger Beamter mit A 13 zahlt in der freiwilligen GKV schnell 400–500 € monatlich. In der PKV mit Beihilfe? Typisch 150–250 €, bei oft besseren Leistungen. Das ist kein marginaler Unterschied – über ein Berufsleben gerechnet sprechen wir von sechsstelligen Beträgen.

Was die Beihilfe genau abdeckt

StatusBeihilfeanteilSelbst zu versichern
Beamter (ledig, kinderlos)50 %50 %
Beamter mit 2+ Kindern70 %30 %
Pensionär70 %30 %
Beamtenkinder80 %20 %

Aber Vorsicht: Die Beihilfeordnungen unterscheiden sich je nach Bundesland erheblich. Hessen hat andere Regeln als Bayern, der Bund andere als Baden-Württemberg. Das betrifft Selbstbeteiligungen, Wahlleistungen im Krankenhaus, Zahnersatz-Erstattung und vieles mehr. Deshalb ist die Wahl der „richtigen PKV" immer eine Frage des Bundeslandes. Ein Tarif, der für Bundesbeamte ideal ist, kann für Beamte in Hessen ungeeignet sein.

Pauschale Beihilfe: In einigen Bundesländern (z. B. Hamburg, Bremen, Berlin, Brandenburg, Thüringen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt) können Beamte mittlerweile auch eine pauschale Beihilfe wählen und in der GKV bleiben – mit einem Zuschuss ähnlich dem Arbeitgeberanteil. Klingt verlockend, hat aber etliche Nachteile, die man kennen sollte. Mehr dazu auf unserer Seite zur pauschalen Beihilfe.

Alles zur PKV für Beamte – Tarife, Kosten, Vergleich, Testsieger, Beihilfe nach Bundesländern – finden Sie auf unserer ausführlichen PKV-Pillar-Seite →

Dienstunfähigkeit: Das größte unterschätzte Risiko für Beamte

Hier wird es ernst. Und hier passieren die teuersten Fehler.

Wenn Ihr Dienstherr Sie für dienstunfähig erklärt, werden Sie in den Ruhestand versetzt. Ob Sie dann Ruhegehalt bekommen und wie viel, hängt davon ab, wie lange Sie im Dienst waren. Und genau hier wird es für viele Beamte brenzlig:

Unter 5 Dienstjahren: kein Ruhegehalt. Sie bekommen bei Dienstunfähigkeit exakt null Euro vom Staat. Kein Ruhegehalt, keine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung, die irgendetwas Nennenswertes ergibt. Für Referendare, Anwärter und frisch verbeamtete Beamte auf Probe ist die Dienstunfähigkeitsversicherung deshalb keine Option – sie ist existenziell.

Aber auch nach 5 Dienstjahren sieht es nicht rosig aus. Das Ruhegehalt liegt dann bei einem Bruchteil der aktiven Bezüge. Erst nach 40 Dienstjahren erreichen Sie den Höchstsatz von 71,75 % – und selbst das ist Brutto, vor Steuern und vor PKV-Beitrag.

Echte DU-Klausel: Der entscheidende Unterschied

Eine DU-Versicherung mit echter DU-Klausel zahlt, sobald Ihr Dienstherr Sie für dienstunfähig erklärt – ohne eigene Gesundheitsprüfung durch den Versicherer. Eine „unechte" Klausel oder eine reine BU-Versicherung prüft dagegen nach eigenen Kriterien. Das Ergebnis kann dramatisch anders ausfallen: Sie sind vom Dienstherrn als dienstunfähig anerkannt, der Versicherer sagt aber „nach unseren Kriterien können Sie noch arbeiten". Und Sie stehen ohne Leistung da.

In unserer Erfahrung aus tausenden DU-Beratungen: Die Klausel-Qualität variiert massiv zwischen den Versicherern. Deshalb ist ein anbieterübergreifender Vergleich hier besonders wichtig.

Wie groß Ihre persönliche Einkommenslücke bei Dienstunfähigkeit wirklich ist, können Sie mit unserem Rechner ermitteln:

Unsicher, welche DU-Klausel die richtige ist?

Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind enorm. Wir vergleichen für Sie – anbieterübergreifend, auf Festgehalt-Basis und mit anonymer Risikovoranfrage bei Vorerkrankungen.

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Diensthaftpflicht: Warum die Privathaftpflicht allein nicht reicht

Viele Beamte denken: „Ich hab doch eine Haftpflichtversicherung." Stimmt – aber die deckt nur private Schäden. Verursachen Sie im Dienst einen Schaden, greift die Privathaftpflicht nicht. Und Ihr Dienstherr kann Sie persönlich in Regress nehmen.

Die Rechtsgrundlage: Nach § 839 BGB in Verbindung mit Art. 34 GG und § 78 BBG haftet der Beamte persönlich für Schäden, die er vorsätzlich oder grob fahrlässig im Dienst verursacht. Das klingt abstrakt, bis es passiert: Ein verlorener Dienstschlüssel, der eine Schließanlage für 25.000 € erfordert. Ein Datenschutzverstoß. Ein Unfall auf dem Schulhof. Ein fehlerhafter Bescheid.

Die gute Nachricht: Eine Diensthaftpflicht ist günstig. Oft kann sie als Baustein in die Privathaftpflichtversicherung integriert werden – für einen Aufpreis von wenigen Euro im Monat. Speziell für Lehrer, Polizisten und Vollzugsbeamte gibt es erweiterte Deckungen, die auch dienstliche Schlüssel, Diensttiere und Vermögensschäden einschließen.

Praxis-Tipp: Achten Sie bei der Privathaftpflicht darauf, dass die Diensthaftpflicht explizit eingeschlossen ist – und nicht nur „Schäden im Dienst" allgemein. Der Teufel steckt im Detail der Klauseln.

Versicherungen nach Beamtenstatus: Was in welcher Phase wichtig ist

Nicht jeder Beamte braucht dasselbe. Was für einen 25-jährigen Lehramtsreferendar richtig ist, passt nicht für eine 45-jährige Ministerialbeamtin mit Familie. Hier die wichtigsten Phasen:

🎓 Anwärter / Referendar / auf Widerruf

Günstigster Zeitpunkt für PKV und DU. Viele Versicherer bieten Dienstanfänger-Konditionen ohne aufwendige Gesundheitsprüfung. Diese Fenster schließen sich nach der Verbeamtung auf Probe. DU-Versicherung ist hier existenziell – kein Ruhegehalt unter 5 Jahren.

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📋 Beamter auf Probe

Wichtigster Prüfzeitpunkt: Stimmt der PKV-Tarif noch? Die Anwärterkonditionen enden, Rabatte fallen weg. Jetzt ist der optimale Moment für einen Tarifwechsel oder eine Nachjustierung – solange Sie jung und gesund sind.

PKV für Beamte →

👔 Beamter auf Lebenszeit

Die Absicherung steht – jetzt geht es um Optimierung: Stimmt die DU-Rente noch zur aktuellen Besoldung? Passt der PKV-Tarif zum Bundesland? Altersvorsorge aufbauen, bevor es zu spät wird. Und: Risikolebensversicherung, wenn Familie oder Kredit da sind.

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🏖️ Pensionär / Ruhestand

Beihilfe steigt auf 70 %. PKV-Beitrag sinkt entsprechend. Prüfen Sie jetzt: Ist ein Tarifwechsel innerhalb der PKV sinnvoll? Sind die Altersrückstellungen ausreichend? Passt die Pflegeabsicherung?

Mehr zur PKV im Alter →
👩🏫

Lisa, 28, Lehramtsreferendarin in NRW

Lisa startet ins Referendariat. Sie braucht sofort eine DU-Versicherung (kein Ruhegehalt unter 5 Jahren!), eine PKV mit 50 %-Beihilfetarif für NRW und eine Privathaftpflicht mit Diensthaftpflicht-Baustein für Lehrer. Mit dem Dienstanfänger-Konfigurator sieht sie in 2 Minuten, was sie braucht und was es kostet.

👮

Markus, 35, Polizeibeamter in Hessen

Markus hatte als Polizeianwärter Heilfürsorge – jetzt wechselt er in die Beihilfe. Er braucht eine PKV-Restkostenversicherung, die zu den hessischen Beihilferegeln passt, eine DU-Versicherung mit Klausel für Einsatzbeamte und eine Risikolebensversicherung (zwei Kinder, Immobilienkredit). Die anonyme Risikovoranfrage klärt vorab, ob sein Knie-Problem aus dem Einsatz zu Zuschlägen führt.

Heilfürsorge: Sonderregeln für Polizei, Soldaten, Feuerwehr und JVA

Nicht alle Beamten bekommen Beihilfe. Polizisten, Soldaten, Feuerwehrbeamte und Justizvollzugsbeamte erhalten in vielen Bundesländern stattdessen Heilfürsorge – eine Art Vollversorgung, bei der der Dienstherr die Krankheitskosten direkt übernimmt. Im Bund gilt das für Bundespolizei, Bundeswehr und Berufsfeuerwehr. In den Ländern ist es unterschiedlich geregelt.

Das klingt erstmal komfortabel. Aber es gibt zwei Haken, die viele übersehen:

Erstens: Heilfürsorge endet, wenn Sie aus dem aktiven Dienst ausscheiden – sei es durch Pensionierung, Dienstunfähigkeit oder einen Wechsel in die Verwaltungslaufbahn. Dann müssen Sie in die Beihilfe + PKV wechseln. Und wenn Sie erst mit 55 oder 60 eine PKV abschließen, ohne dass Sie jemals privat versichert waren, wird es richtig teuer.

Zweitens: Ihre Familienangehörigen haben in der Regel keinen Heilfürsorge-Anspruch. Partner und Kinder müssen separat versichert werden – entweder über Beihilfe + PKV oder über die GKV.

Die Lösung: Anwartschaftsversicherung. Mit einer kleinen oder großen Anwartschaft sichern Sie sich heute Ihren Gesundheitszustand und günstige Konditionen für den späteren PKV-Eintritt – für oft weniger als 30 € im Monat. Das ist eine der klügsten Investitionen, die ein Polizist oder Soldat machen kann. Mehr dazu auf unserer Anwartschafts-Seite.

Altersvorsorge & Pensionslücke: Warum auch Beamte privat vorsorgen sollten

„Beamte bekommen doch eine fette Pension." Das hören wir ständig. Und es stimmt – verglichen mit der gesetzlichen Rente ist die Pension großzügig. Aber „großzügiger als schlecht" ist nicht dasselbe wie „ausreichend".

Die Rechnung ist nüchtern: Pro Dienstjahr erhalten Sie 1,79375 % Ihrer ruhegehaltfähigen Dienstbezüge als Pension. Der Höchstsatz von 71,75 % ist erst nach exakt 40 vollen Dienstjahren erreicht. Das schaffen bei Weitem nicht alle:

DienstjahrePensionsniveau (brutto)Realistische Netto-Lücke*
20 Jahreca. 35,9 %ca. 45–55 % weniger als aktives Netto
30 Jahreca. 53,8 %ca. 25–35 % weniger
40 Jahre71,75 % (Maximum)ca. 15–20 % weniger

* Netto-Lücke nach Steuern und PKV-Beitrag, Annäherungswerte.

Wer erst mit 30 oder 35 verbeamtet wird – was bei Lehrkräften, Juristen und Quereinsteigern häufig vorkommt – erreicht die 40 Jahre mathematisch gar nicht. Und wer Teilzeit arbeitet, Elternzeit nimmt oder vorzeitig in den Ruhestand geht, ohnehin nicht.

Was empfehlen wir?

Eine Kombination aus flexiblem ETF-Sparplan (renditeorientiert, jederzeit verfügbar) und privater Rentenversicherung (Steuervorteile, lebenslange Zahlung, Absicherung der Langlebigkeit). Empfehlung: mindestens 100–200 € monatlich, je früher desto besser. Wer mit 28 anfängt, braucht monatlich deutlich weniger als jemand, der mit 40 beginnt – bei gleichem Ergebnis.

Rürup kann für Beamte in der Ansparphase steuerlich interessant sein, Riester eher weniger (niedrige Zulagen, oft hohe Kosten). Aber auch hier: Es kommt auf die individuelle Situation an.

Sinnvolle Ergänzungen – je nach Lebenssituation

Neben den drei Pflichtbausteinen gibt es Versicherungen, die für manche Beamte sinnvoll sind. Die Betonung liegt auf „für manche" – nicht jeder braucht alles:

VersicherungSinnvoll fürKosten ca.
RisikolebensversicherungBeamte mit Familie, Kindern oder Immobilienkredit12–25 €/Monat
Private UnfallversicherungBeamte ohne Dienstunfall-Absicherung (nicht alle Länder)15–30 €/Monat
PflegezusatzversicherungAlle Beamten ab 35+ (Beihilfe deckt Pflege nur teilweise)20–50 €/Monat
RechtsschutzversicherungVor allem Lehrer (Elternkonflikte) und Polizisten (Strafrechts-Baustein)15–35 €/Monat
AuslandsreisekrankenversicherungAlle, die ins Ausland reisen – Beihilfe greift dort nur eingeschränkt1–3 €/Monat

Was Beamte NICHT brauchen – und was Ihnen trotzdem verkauft wird

Genauso wichtig wie das, was Sie brauchen, ist das, was Sie nicht brauchen. Denn in der Beamtenberatung wird gerne vieles verkauft, was keinen echten Mehrwert hat – aber Provision bringt. Auf Festgehalt-Basis können wir Ihnen das sagen, weil es für uns keinen Unterschied macht, ob Sie drei oder acht Policen abschließen.

Klassische BU ohne echte DU-Klausel: Die häufigste Falle. Eine Standard-Berufsunfähigkeitsversicherung prüft nach eigenen Kriterien, nicht nach der Feststellung Ihres Dienstherrn. Das kann in einem Leistungsfall dazu führen, dass Sie dienstunfähig gestellt sind, aber keine Versicherungsleistung bekommen. Immer auf die echte DU-Klausel achten.

Krankenhaustagegeld als Hauptbaustein: Wird gerne dazugepackt, bringt aber in der Praxis wenig. Die Beihilfe + PKV deckt Ihre Krankenhauskosten bereits. Ein Tagegeld von 30 € rettet keine Existenz.

Doppelte Pflegezusatzprodukte: Manche Kunden haben eine Pflege-Bahr und eine Pflege-Zusatzversicherung und eine Pflegetagegeldversicherung – drei Produkte, die sich teilweise überschneiden. Ein gut gewähltes Produkt reicht.

Sterbegeldversicherung bei ausreichender Hinterbliebenenversorgung: Beamte haben – anders als viele Angestellte – einen gesetzlichen Anspruch auf Witwen-/Waisenversorgung. Eine separate Sterbegeldversicherung ist in den meisten Fällen überflüssig.

Was unsere Kunden sagen

832+ Bewertungen auf ProvenExpert · 4,89/5 Sterne · 100 % Empfehlungsquote

Fachlich äußerst kompetent und hat sich sehr viel Zeit für meine Fragen genommen. Man merkt, dass hier nicht auf Provision gearbeitet wird – die Empfehlungen waren neutral und nachvollziehbar.
Dennis S. – PKV- und Altersvorsorge-Beratung
Überdurchschnittliches Engagement, deutlich mehr als erwartet. Ich habe mich zum ersten Mal wirklich gut aufgehoben gefühlt bei einer Versicherungsberatung.
Frau N. – PKV-Beratung für Beamte
Keine aktive Beratung hin zu Tarif XYZ – sehr neutral und objektiv. Endlich findet man sich im Versicherungsdschungel zurecht.
Hr. K. – Versicherungscheck

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So läuft die Beratung beim Fairsicherungsladen

Wir machen das seit 1983. Gegründet von meinem Vater Harald Krause, heute in zweiter Generation. Was uns von den meisten Beratungen unterscheidet: Alle unsere Berater arbeiten auf Festgehalt. Kein Provisionsanreiz, keine Mindestabschlüsse, keine bevorzugten Partner. Das klingt wie ein Marketing-Claim – aber es verändert tatsächlich die gesamte Beratung. Wenn es für Sie besser ist, bei Ihrem aktuellen Versicherer zu bleiben, sagen wir das. Wenn ein Produkt überflüssig ist, sagen wir das auch.

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Die Beratung erfolgt per Video, Telefon oder vor Ort in unserem Büro in Karlsruhe (Waldstr. 65). Online beraten wir seit 2014 – deutschlandweit, unkompliziert, gleiche Qualität. Die Tarife kosten bei uns exakt dasselbe wie bei einem Direktabschluss oder über Onlineportale. Kein Cent Mehrkosten.

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Häufige Fragen zu Versicherungen für Beamte

Welche Versicherungen sind für Beamte Pflicht?

Gesetzlich vorgeschrieben ist keine Versicherung – aber faktisch unverzichtbar sind drei: eine PKV mit beihilfekonformem Tarif (da die Beihilfe nur 50–80 % abdeckt), eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit echter DU-Klausel (besonders kritisch unter 5 Dienstjahren) und eine Diensthaftpflicht (da Beamte persönlich für Dienstschäden haften). Alles Weitere hängt von Ihrer Lebenssituation ab.

Müssen Beamte sich privat krankenversichern?

Nein, es gibt keine Pflicht. Beamte können sich auch freiwillig gesetzlich versichern. In einigen Bundesländern gibt es mittlerweile die pauschale Beihilfe, die das erleichtert. Aber: In der GKV zahlen Beamte den vollen Beitrag, da kein Arbeitgeberzuschuss gewährt wird. Die PKV ist deshalb für die meisten Beamten finanziell deutlich günstiger – bei oft besseren Leistungen.

Was ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit?

Berufsunfähigkeit ist ein versicherungsmedizinischer Begriff – der Versicherer prüft selbst, ob Sie Ihren Beruf noch ausüben können. Dienstunfähigkeit ist eine Feststellung Ihres Dienstherrn mit eigener Rechtsgrundlage. Eine DU-Versicherung mit echter DU-Klausel zahlt, sobald der Dienstherr Sie als dienstunfähig anerkennt – ohne eigene Prüfung. Eine reine BU-Versicherung kann dagegen zu einem anderen Ergebnis kommen.

Was kostet eine PKV für Beamte im Monat?

Anwärter und Referendare zahlen ab ca. 50–89 €, Beamte auf Probe oder Lebenszeit typisch 150–280 €. Die Kosten hängen von Alter, Gesundheitszustand, gewähltem Tarif und Beihilfesatz ab. Zum Vergleich: Die freiwillige GKV kostet bei A 13 schnell über 400 € – ohne Beihilfe-Zuschuss.

Was ist der Unterschied zwischen Beihilfe und Heilfürsorge?

Beihilfe ist ein Zuschuss zu Ihren Krankheitskosten – Sie müssen den Rest selbst versichern (typischerweise über PKV). Heilfürsorge ist eine Vollversorgung durch den Dienstherrn, die vor allem Polizisten, Soldaten, Feuerwehrbeamte und JVA-Beamte erhalten. Wichtig: Heilfürsorge endet mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst. Deshalb ist eine Anwartschaftsversicherung für Heilfürsorge-Berechtigte besonders sinnvoll.

Brauchen Beamte eine Diensthaftpflichtversicherung?

Ja. Beamte haften nach § 839 BGB persönlich für Schäden, die sie vorsätzlich oder grob fahrlässig im Dienst verursachen. Die normale Privathaftpflicht greift nicht für dienstliche Handlungen. Eine Diensthaftpflicht lässt sich meist als günstiger Baustein in die Privathaftpflicht integrieren.

Was ist eine anonyme Risikovoranfrage?

Dabei prüfen wir bei mehreren Versicherern, ob und zu welchen Bedingungen Sie angenommen werden – ohne Ihren Namen zu nennen. So erfahren Sie vorab, ob Vorerkrankungen zu Zuschlägen oder Ausschlüssen führen, bevor Sie einen offiziellen Antrag stellen. Besonders wichtig bei DU- und PKV-Anträgen. Mehr zur anonymen Voranfrage

Welche Versicherungen brauchen Referendare und Beamtenanwärter?

Drei Dinge sofort: DU-Versicherung (existenziell, da kein Ruhegehalt unter 5 Dienstjahren), PKV mit Beihilfe-Tarif und Privathaftpflicht mit Diensthaftpflicht-Baustein. Nutzen Sie die günstigen Dienstanfänger-Konditionen – sie enden nach der Probezeit. Unser Dienstanfänger-Konfigurator zeigt Ihnen in 2 Minuten, was Sie brauchen.

Welche Altersvorsorge ist für Beamte sinnvoll?

Eine Kombination aus ETF-Sparplan (flexibel, renditestark) und privater Rentenversicherung (steuerlich gefördert, lebenslange Zahlung). Die Pension allein reicht in den meisten Fällen nicht – der Höchstsatz von 71,75 % brutto wird erst nach 40 Dienstjahren erreicht, und davon gehen noch Steuern und PKV-Beitrag ab.

Kostet die Beratung durch den Fairsicherungsladen etwas?

Nein. Die Beratung ist kostenfrei. Die Versicherungstarife kosten bei uns exakt dasselbe wie bei einem Direktabschluss. Der Unterschied: Unsere Berater arbeiten auf Festgehalt und haben keinen finanziellen Anreiz, Ihnen bestimmte Produkte zu empfehlen.

Ihr nächster Schritt zur richtigen Absicherung

Jede Beamten-Situation ist anders. Lassen Sie uns Ihre Beihilfe, Ihren Status und Ihre Wünsche durchgehen – anbieterübergreifend und auf Festgehalt-Basis.

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