Kinder private Krankenversicherung oder Gesetzliche?

Kind in GKV oder PKV mitversichern

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Ratgeber · PKV & Familie

Kinder: private Krankenversicherung oder gesetzliche?

Je nachdem, wie viel welches Elternteil verdient und wer in der PKV ist, greift die Familienversicherung oder es wird ein Beitrag fürs Kind fällig. Die Faustregel und die Fallstricke.

Veröffentlicht 27. November 2023 · Stand 2026 · Von Bernd Krause, Der Fairsicherungsladen GmbH

Kinder in der privaten oder gesetzlichen Krankenkasse mitversichern? Je nachdem wieviel welches Elternteil verdient oder wer von beiden dann in der privaten Krankenversicherung ist, darf die gesetzliche Krankenkasse einen Zusatzbeitrag für das Kind erheben oder es greift die Familienversicherung.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse gibt es bei der privaten Krankenversicherung keinen Familientarif. Die Einstufung erfolgt immer pro Person. Auch für Kinder wird also in der privaten Krankenversicherung ein individueller Beitrag erhoben. Die gesetzliche Krankenkasse kann einen Zusatzbeitrag pro Kind erheben.

Das Wichtigste zur Übersicht

  • Eine persönliche Familienversicherung wie in der gesetzlichen Krankenkasse ist bei der PKV nicht vorgesehen.
  • Wenn nur ein Elternteil in der PKV ist, muss man schauen, wer von beiden Eltern der Höherverdienende ist. Das Kind folgt dem Höherverdienenden grundsätzlich.

Es kommt aber auch auf die Einkommenssituation beider Elternteile an und wer höher verdient, gesetzlich oder privat versichertes Elternteil.

Die Grafik oben ermöglicht eine schnelle Vorabprüfung, wie Kind oder Kinder zu versichern sind in Abhängigkeit zu den Eltern in der PKV. Für eine genaue Klärung ist die gesetzliche Krankenkasse zu konsultieren.

Hallo und herzlich willkommen! In diesem Abschnitt beantworten wir die häufigsten Fragen, die viele (werdende) Eltern beschäftigen: Sollten Kinder in der privaten oder gesetzlichen Krankenkasse versichert werden? Schauen wir uns die verschiedenen Aspekte genauer an.

Kinder in der privaten oder gesetzlichen Krankenkasse

Die Entscheidung, ob Kinder in der privaten oder gesetzlichen Krankenkasse versichert werden sollen, ist keine einfache. Es hängt davon ab, welches Elternteil in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist und ob die gesetzliche Krankenkasse einen Zusatzbeitrag für Kinder erhebt. Die Faustformel lautet wie oben beschrieben, dass die Kinder dem Höherverdienenden folgen. Das entscheidet, ob Kinder mit in die PKV, in die beitragsfreie Familienversicherung der GKV oder in die beitragspflichtige Familienversicherung in der GKV kommen.

Die Grafik oben ermöglicht eine schnelle Vorabprüfung, wie Kind oder Kinder zu versichern sind in Abhängigkeit zu den Eltern in der PKV. Für eine genaue Klärung ist die gesetzliche Krankenkasse zu konsultieren.

Unterschiede zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung für Kinder

Hier wollen wir uns die Unterschiede genauer ansehen. Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse gibt es in der PKV keinen Familientarif. Jedes Familienmitglied wird individuell eingestuft, auch die Kleinen.

Die persönliche Familienversicherung ist ausgeschlossen, wenn (Paragraph 10 Absatz 3 SGB 5):

  • die Eltern Ehegatten oder Lebenspartner sind
  • und das Einkommen des privat Versicherten höher als das des gesetzlich Versicherten ist
  • und das monatliche Gesamteinkommen des privat Versicherten ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt.

Familienversicherung in der privaten Krankenversicherung

Ein wichtiger Punkt: Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse gibt es in der PKV keine persönliche Familienversicherung. Wenn nur ein Elternteil privat versichert ist, müssen wir herausfinden, wer von beiden mehr verdient. Das Kind folgt grundsätzlich dem Höherverdienenden.

Besonders Beamte sollten in dieser Konstellation aufpassen und sich an dem Ablaufschema oben orientieren. Beamte sind zu über 90% in der PKV, womit auch die Kinder eine günstige Möglichkeit auf die PKV haben. Trotzdem wird manchmal die beitragsfreie Familienversicherung gewünscht. Diese kann sich aber bei Änderung der Einkommensverhältnisse bspw. durch Aufstocken der Stelle von Teilzeit auf Vollzeit wieder verschieben.

Versicherungsstatus und Einkommensveränderungen

Nun, der Versicherungsstatus der Kinder ist nicht in Stein gemeißelt. Veränderungen im Einkommen der Eltern können dazu führen, dass die kostenfreie Familienversicherung entfällt oder andersherum neu entsteht. Es lohnt sich, regelmäßig einen Blick auf die Situation zu werfen. Sie sind bei Veränderungen meldepflichtig gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse. Sollte diese bei einer rückwirkenden Prüfung zu dem Schluss kommen, dass die beitragsfreie Familienversicherung nicht gegeben ist, dürfen für bis zu drei Jahre anhand der Familieneinkünfte und Personenzahl Beiträge nacherhoben werden.

Gesundheitsprüfung und Optionstarif

Ein interessanter Gedanke: Bei der Mitversicherung von Kindern ab Geburt in der PKV ohne Gesundheitsprüfung haben wir einen Zeitraum von 2 Monaten nach der Geburt, wenn das PKV versicherte Elternteil bereits mindestens 3 Monate in der PKV ist. Wenn die PKV für Kinder nicht gewünscht ist, kann es klug sein, strategisch vorzugehen und einen Optionstarif zu wählen, um den Gesundheitszustand der Kinder zu sichern. Dann kann man diese nach einiger Zeit einfach in die PKV nachholen.

Mitversicherung von Kindern ab Geburt

Ein besonderes Augenmerk gilt der Mitversicherung von Kindern ab Geburt. Hier ist keine Gesundheitsprüfung erforderlich, wenn der betreffende Elternteil bereits seit 3 Monaten mindestens in der PKV versichert ist. Bei Familienplanung ist es wichtig, auf die Qualität der privaten Krankenversicherung des höher verdienenden Elternteils zu achten. Kinder bekommen ab Geburt den Versicherungsumfang, den auch das Elternteil hat. Zu diesem Thema haben wir noch einen umfangreicheren Artikel geschrieben, den Sie hier nachlesen können: Kinder in PKV ab Geburt versichern.

Arbeitgeberzuschuss für Angestellte

Für alle Angestellten gibt es eine gute Nachricht: Es gibt grundsätzlich einen Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung. Und das Beste ist, dieser Zuschuss kann auch für den Beitrag der Kinder genutzt werden, sofern der Höchstsatz noch nicht ausgeschöpft ist.

Eine weitere gute Erklärung finden Sie hier zur Familienversicherung GKV-PKV.

Wir hoffen, dass diese Ausführungen Ihnen Klarheit verschafft haben. Bei weiteren Fragen oder für eine individuelle Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Auch für Nichtkunden: Sie müssen dafür nicht bei uns Kunde sein. Wenn Sie möchten, übernehmen wir Ihre bestehende private Krankenversicherung per Maklermandat in die Betreuung – anbieterunabhängig und ohne Mehrkosten, Ihr Beitrag bleibt gleich. Nur bei Gesellschaften, die grundsätzlich nicht mit Maklern zusammenarbeiten (Debeka, HUK, HUK24, LVM, Cosmos Direkt, WGV), bieten wir das nicht an.

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Bernd Krause, Geschäftsführer Der Fairsicherungsladen GmbH
Über den Autor: Bernd Krause

Bernd Krause führt seit der Übernahme vom Vater 2018 den Fairsicherungsladen in Karlsruhe und ist Autor von „Der Finanzplaner für Akademiker". Alle Berater im Haus arbeiten auf Festgehalt – keine Provision, kein Verkaufsdruck. Diese Ehrlichkeit ist #besserberaten.

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