BU-Option für Kinder: früh sichern, was später teuer oder unmöglich wird
Schon Kinder haben heute die ersten Wehwehchen – Rücken, Allergien, manchmal mehr. Mit einer BU-Option sichern Sie Ihrem Kind den späteren Berufsunfähigkeitsschutz, bevor Antragsfragen zum Problem werden. Oft ganz ohne erneute Gesundheitsprüfung.
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Bekannt aus
Über den Kranken- und Unfallschutz sprechen Eltern oft schon vor der Geburt. Über die Absicherung der Arbeitskraft des Kindes? Selten. Klingt auch komisch – ein Kind hat ja noch kein Einkommen. Und trotzdem ist genau das einer der wichtigsten Bausteine, den Sie früh anlegen können. Der Grund ist simpel: Wer mit 18 oder 20 zum ersten Mal eine Berufsunfähigkeitsversicherung beantragt, dem wird bei den Gesundheitsfragen oft schon Angst und Bange. Rücken, Allergien, ein längerer Klinikaufenthalt – das reicht heute, um Zuschläge, Ausschlüsse oder eine Ablehnung zu kassieren.
Deshalb gilt bei der Arbeitskraftabsicherung mehr denn je: je früher, desto besser. Und genau hier setzt die BU-Option für Kinder an. Sie reservieren Ihrem Kind heute das Recht, später einen vollwertigen BU-Schutz zu bekommen – im Idealfall ohne erneute Gesundheitsprüfung. Sie kaufen also nicht primär eine Leistung, sondern die Versicherbarkeit. Und die ist mit jedem gesunden Lebensjahr, das vergeht, wertvoller.
Was ist eine BU-Option für Kinder?
In der Praxis sitzt diese Option fast immer auf einem größeren Vertrag obendrauf – entweder auf einer Sparlösung zum Vermögensaufbau oder auf einem Grundfähigkeitsschutz. Während die Option läuft, genießt das Kind in der Regel bereits einen anderweitigen Schutz (etwa eine Einmalzahlung bei schwerer Erkrankung oder eine Pflegerente). Die eigentliche BU wird erst dann „scharf geschaltet", wenn sie gebraucht wird – beim Start ins Berufsleben.
Zwei Wege zur BU-Option
Eine BU-Option gibt es nicht „pur". Sie braucht einen Trägervertrag. Und da gehen die Versicherer zwei grundverschiedene Wege:
1. BU-Option auf Spar-Basis
Grundbaustein ist meist eine fondsgebundene Rentenversicherung – mit oder ohne Garantien. Dahinter steckt dasselbe Produkt, das auch Erwachsene zum Vermögensaufbau nutzen. Über die Laufzeit legen Sie selbst fest, ob daraus eher Altersvorsorge oder ein Startkapital fürs Erwachsenenleben wird. Die BU-Option ist hier ein optionaler Baustein obendrauf.
Für wen? Familien, die Sparen und Absichern verbinden wollen – zwei Fliegen, eine Klappe.
2. BU-Option auf Grundfähigkeits-Basis
Hier ist die Basis kein Sparvertrag, sondern ein vollwertiger Grundfähigkeitsschutz. Der zahlt, wenn Ihr Kind grundlegende Fähigkeiten wie Sehen, Gehen oder die Nutzung der Hände verliert – unabhängig vom späteren Beruf. Die BU-Option lässt sich auch hier zu bestimmten Ereignissen ziehen.
Für wen? Familien, denen der reine Absicherungsgedanke wichtiger ist als der Sparanteil.
Bei manchen Lösungen geht es noch weiter. Die LV 1871 bietet im Tarif „MeinPlan Kids" eine „Spar-Mit-Option": Familie und Freunde können bereits ab 50 € in den Vertrag einzahlen – ideal als Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten, das tatsächlich mal etwas bringt. Und genau hier kommen oft die Großeltern ins Spiel, für die ein sinnvolles Geschenk an die Enkel eine echte Herzensangelegenheit ist.
Anbieter im Überblick – mit echten Daten
Damit Sie ein Gefühl für die Bandbreite bekommen: Das sind aktuelle Lösungen am Markt (Stand 2026). Verstehen Sie die Tabelle als Landkarte, nicht als Empfehlung – die passende Lösung hängt immer von Ihrem konkreten Ziel ab.
| Anbieter / Tarif | Basis · ab | Besonderheit der Option |
|---|---|---|
| Universa „Tip Top Tabaluga" | Sparen | Einmalzahlung 30.000 € bei definierten schweren Erkrankungen, Schwerbehinderung oder Pflege (ab U2). Gesundheitsprüfung bei Antrag, Option später ohne erneute Prüfung. Kranken-Zusatz und Unfall kombinierbar. |
| LV 1871 „MeinPlan Kids" | Sparen | Lebenslange Pflegerente 500 € (ab U2). „Spar-Mit-Option" ab 50 € für Familie/Freunde. Wichtig: siehe Hinweis zur Tarifwahl unten. |
| Allianz „KinderPolice" | Sparen · ab 6 Mon. | Pflegerente, die die Wechseloption in einen BU-Vertrag in gleicher Höhe trägt. Umstellung ohne erneute Gesundheitsprüfung. |
| Helvetia „Baloise Invest Kids" | Sparen · ab 6 Mon. | Zu Beginn keine Gesundheitsfragen. Bei Aktivierung nur 4 Fragen + 3 Jahre Rückfragezeitraum – ohne Mehrbeitrag. Alternativ „Startklar Plus": Prüfung gegen Mehrbeitrag vorgezogen, dann später ohne Prüfung. |
| Nürnberger „Vermögensaufbau4Kids" | Sparen · ab Geburt | EKS-Option kostenfrei inklusive. Dread-Disease über den Erstfallschutz möglich. EKS bereits ab 5 Jahren als Schulunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsversicherung aktivierbar. |
| Gothaer „Fähigkeitenschutz Kids" | Grundfähigkeit · ab 6 Mon. | Versichert nicht nur den Verlust, sondern auch das Nichterlernen von Fähigkeiten – inkl. dauerhafter Entwicklungsstörungen. Prüfung bei Antrag. |
| die Bayerische „Grundfähigkeiten" | Grundfähigkeit · ab 3 J. | Prüfung bei Antrag. Achtung: Bei Ausübung der Option werden zusätzliche Merkmale abgefragt (Raucherstatus, Größe, Gewicht) – ein zu hoher BMI kann die Umstellung gefährden. |
Der Haken, den kein Vergleichsportal zeigt
Jetzt kommt der Teil, der uns am wichtigsten ist. Denn was auf den ersten Blick gleich aussieht – „BU-Option, grüner Haken im Vergleich" – ist auf den zweiten Blick grundverschieden. BU-Option ist eben nicht gleich BU-Option. Die entscheidende Frage lautet nämlich nicht „gibt es eine Option?", sondern „welchen Tarif bekomme ich am Ende, wenn ich sie ziehe?".
Schauen wir auf die LV 1871 (Besondere Bedingungen „MeinPlan Kids", Stand 04.2026). Die Option liest sich gut – hat aber unter Punkt 3.4 einen feinen, im Ernstfall entscheidenden Vorbehalt:
Der Versicherer behält sich vor, bei Ausübung der Option einen „speziell dafür vorgesehenen Tarif" anzubieten. Wie der am Ende ausgestaltet ist, steht heute noch in den Sternen. Der aktuelle SBU-Tarif (GoldenBU) hat ein hervorragendes Bedingungswerk – aber ob bei Ausübung wirklich dieses oder ein gleichwertiges greift, ist nicht garantiert. Sobald schlechtere Risiken ins Kollektiv kommen und die Leistungsfälle steigen, kann ein Versicherer die Reißleine ziehen und einen neuen, eigenen Tarif aufsetzen – ganz nach seinen Vorstellungen.
Andere gehen den klareren Weg und verweisen auf ihre regulär verkauften SBU-Tarife. So formuliert es zum Beispiel die Universa in ihren Umstellungshinweisen:
Wir sagen es offen: Eine Wertung „Tarif A schlägt Tarif B" ist hier wenig sinnvoll. Jedes Kind, jede Familie ist anders. Der eine will maximalen Vermögensaufbau, der andere maximale Absicherung, die dritte das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei der späteren Umstellung. Unsere Aufgabe ist es, genau diese Bedingungs-Feinheiten für Ihre Situation einzuordnen – nicht, Ihnen einen Tarif zu verkaufen.
Welche Option wirklich zu Ihrem Kind passt?
Spar-Basis oder Grundfähigkeit, mit oder ohne garantierten Spitzentarif bei Umstellung – das klären wir gemeinsam. Anbieterunabhängig, mit Blick in die Bedingungen.
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Es gibt viele, die Versicherungen verkaufen. Wir beraten. Das ist kein Werbespruch, sondern eine Frage der Bezahlung:
Festgehalt statt Provisionsanreiz
Unsere Berater arbeiten auf Festgehalt – ohne individuellen Provisionsanreiz. Kein Vertriebsdruck, keine Lieblingstarife. Wir empfehlen, was zu Ihrem Kind passt.
100+ Versicherer im Vergleich
Wir sind an keine Gesellschaft gebunden und vergleichen die Bedingungswerke – nicht nur die Beiträge. Genau da, wo die Vergleichsportale aufhören.
Spezialisten, keine Generalisten
Nach dem Ärztehausprinzip ist jeder Berater Fachspezialist – bei BU und Arbeitskraftabsicherung ebenso wie bei Vorsorge. Mehr als 6.000 BU-Beratungen seit 1983.
So läuft Ihre Beratung ab
Anfrage
Sie schildern uns kurz Alter des Kindes und Ihr Ziel – Sparen, Absichern oder beides.
Analyse
Wir sichten die passenden Lösungen, lesen die Bedingungen und filtern die Stolperfallen heraus.
Gespräch
Per Video, Telefon oder vor Ort in Karlsruhe – verständlich erklärt, ohne Fachchinesisch.
Entscheidung
Sie entscheiden in Ruhe. Wir begleiten Antrag und – wenn es so weit ist – die spätere Umstellung.
Jeder dieser Schritte ist für Sie unverbindlich.
Was unsere Kundinnen und Kunden sagen
4,89/5 bei 832+ Bewertungen auf ProvenExpert · 100 % Empfehlungsquote
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Sagen Sie uns kurz, wie alt Ihr Kind ist und was Ihnen wichtig ist. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden – mit einer ehrlichen Einschätzung, nicht mit einem Verkaufsgespräch.
Lieber direkt sprechen? 0721 358 369
Bernd Krause
Geschäftsführer von Der Fairsicherungsladen, Autor von „Der Finanzplaner für Akademiker" und seit Jahren mit dem Thema Arbeitskraftabsicherung vertraut. Seine Haltung zur Kindervorsorge: „Bei der Arbeitskraft Ihres Kindes kaufen Sie keine Police, Sie kaufen Zeit. Und Zeit lässt sich später nicht nachkaufen. Diese Klarheit ist #besserberaten."
Häufige Fragen zur BU-Option für Kinder
Das hängt vom Anbieter ab. Einige Lösungen sind bereits ab der Geburt möglich (z. B. Nürnberger), viele ab dem 6. Lebensmonat (Allianz, Helvetia, Gothaer), andere ab einem definierten Alter wie 2 oder 3 Jahren. Grundregel: Je früher und gesünder, desto besser – weil die Gesundheitsprüfung meist zu Beginn erfolgt.
Bei den meisten Lösungen nicht – die entscheidende Prüfung ist bei Vertragsbeginn abgeschlossen. Es gibt aber Ausnahmen: Manche Anbieter stellen bei Aktivierung noch wenige Fragen (z. B. Helvetia mit vier Fragen), oder fragen tarifierungsrelevante Merkmale wie Raucherstatus und BMI ab (z. B. die Bayerische). Das kann die spätere Umstellung beeinflussen – ein wichtiger Punkt, den wir vorab klären.
Pauschal lässt sich das nicht sagen. Die Spar-Basis verbindet Vermögensaufbau mit Absicherung. Die Grundfähigkeits-Basis konzentriert sich auf den reinen Schutz und kann – wie bei der Gothaer – sogar Entwicklungsstörungen abdecken. Welcher Weg passt, hängt von Ihrem Ziel und Budget ab. Genau dafür ist die Beratung da.
Die Beratung erfolgt unverbindlich und in der Regel ohne Honorar. Für die spätere Lösung zahlen Sie keinen Cent mehr als bei jedem anderen Vermittler – die Beiträge sind identisch. Der Unterschied: Unsere Berater arbeiten auf Festgehalt, ohne individuellen Provisionsanreiz.
Weil der entscheidende Unterschied im Kleingedruckten steckt. Ob eine Option später einen Spitzentarif liefert oder einen erst noch festzulegenden Sondertarif, sehen Sie in keinem Vergleichsprogramm – nur in den Bedingungstexten. Diesen Bedingungsvergleich nehmen wir Ihnen ab.
Der Versorgerschutz stellt sicher, dass die Beiträge weiterlaufen, falls Ihnen als zahlendem Versicherungsnehmer etwas zustößt (Tod oder eigene Berufsunfähigkeit). So bleibt der Schutz des Kindes bestehen, auch wenn Sie nicht mehr einzahlen können – ein oft übersehener, aber wertvoller Baustein.
Ja. Großeltern sind sogar eine häufige Konstellation. Manche Tarife wie „MeinPlan Kids" der LV 1871 erlauben über eine Zuzahlungsoption sogar, dass Familie und Freunde ab kleinen Beträgen mit einzahlen – etwa zu Geburtstag oder Weihnachten. Ein Geschenk, das tatsächlich Bestand hat.
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Diese Seite dient der allgemeinen Information rund um die Arbeitskraftabsicherung von Kindern und ersetzt keine individuelle Beratung. Genannte Tarife und Bedingungen geben den Stand 2026 wieder und können sich ändern. Tiefergehende Erklärungen finden Sie auch auf unserem YouTube-Kanal, auf dem Bernd Krause Versicherungsthemen verständlich erklärt.
