Für Beamte im Ministerialdienst

Die teuersten PKV-Fehler im Ministerialdienst: und wie Sie sie vermeiden

Den Tarif der Kollegin übernehmen, eine Selbstbeteiligung wählen, die Kopplung im Kleingedruckten übersehen: Sieben Fehler, die wir bei Beamten immer wieder sehen, mit Rechenbeispiel und der richtigen Reihenfolge.

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Sind Sie hier richtig? Diese Seite zeigt Fehler und die richtige Reihenfolge bei der PKV-Wahl. Für die anderen Fragen:

Die meisten Ratgeber erklären, warum die PKV für Beamte gut ist. Diese Seite macht es andersherum. Sie zeigt die Fehler, die wir in der Beratung von Beamten immer wieder sehen, oft Jahre nach dem Abschluss, wenn sie sich nicht mehr einfach reparieren lassen. Wer sie kennt, ist besser aufgestellt als die meisten Kolleginnen und Kollegen im Haus.

Juristisch oder ökonomisch versiert zu sein, schützt übrigens nicht davor. Eher im Gegenteil. Wer täglich komplexe Vorlagen schreibt, traut sich auch einen PKV-Antrag zu. Das Problem ist nicht die Komplexität. Das Problem ist, dass man die Fehler erst bemerkt, wenn eine Rechnung kommt.

Welche Fehler machen Beamte bei der PKV-Wahl am häufigsten? Den Tarif von Kollegen übernehmen, nur nach dem Preis entscheiden, eine Selbstbeteiligung wählen, Anträge ohne anonyme Voranfrage stellen, einen Beihilfeergänzungstarif mit Kopplung an die Beihilfe übersehen, Fristen nach Familienänderungen verpassen und bei Beitragserhöhungen den Versicherer statt den Tarif wechseln.

1. Sieben Fehler, die wir immer wieder sehen

  1. Den Tarif der Kollegin übernehmen. „Sie zahlt 280 Euro und ist zufrieden." Das sagt nichts, solange Sie nicht wissen, mit welchem Alter sie eingestiegen ist, wie gesund sie war und was in ihrem Tarif fehlt. Zufrieden ist man mit einer PKV übrigens meist so lange, bis man sie braucht.
  2. Nur nach dem Preis entscheiden. Der Tarif sollte weder zu billig noch zu teuer sein. Billige Tarife steigen oft überdurchschnittlich, teure haben selten eine Rechtfertigung. Dazwischen liegt ein Korridor mit den ausgewogenen, beitragsstabilen Tarifen.
  3. Eine Selbstbeteiligung wählen. Für Angestellte kann sie sinnvoll sein, weil der Arbeitgeber am Beitrag beteiligt ist, nicht an der Selbstbeteiligung. Beim Beamten gibt es diesen Effekt nicht. Als Faustregel gilt: Beamte keine Selbstbeteiligung.
  4. Den Antrag ohne Voranfrage stellen. Wer sich gesund fühlt, füllt den Gesundheitsfragebogen gern schnell aus. Eine vergessene Behandlung kann den Versicherer noch Jahre später zum Rücktritt berechtigen. Und eine Ablehnung wird bei späteren Anträgen abgefragt. Eine anonyme Risikovoranfrage klärt vorher, wie die Versicherer Ihren Fall sehen.
  5. Die Kopplung im Beihilfeergänzungstarif übersehen. Manche Ergänzungstarife zahlen nur, wenn die Beihilfe vorher etwas gezahlt hat. Was das kostet, zeigt das Beispiel unten.
  6. Fristen verpassen. Ändert sich Ihr Beihilfesatz, etwa weil die Kinder aus der Beihilfe fallen oder Sie zwischen Land und Bund wechseln, können Sie den Tarif innerhalb von sechs Monaten ohne Gesundheitsprüfung anpassen. Danach nur noch mit.
  7. Bei Beitragserhöhungen den Versicherer wechseln. Beim Wechsel nehmen Sie nur einen Teil der Alterungsrückstellungen mit und müssen erneut eine Gesundheitsprüfung bestehen. Meist besser: ein Tarifwechsel innerhalb des Versicherers nach § 204 VVG.

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Die drei größten Fehler bei der PKV für Beamte, in einer Minute.

2. Was ein einziger Fehler kostet: ein Rechenbeispiel

Nehmen wir Fehler Nummer fünf. Ein vereinfachtes Beispiel mit einem Beihilfesatz von 50 Prozent: Sie haben eine Behandlung, die Ihre Beihilfeverordnung nicht anerkennt oder deren Frist Sie verpasst haben, etwa Wahlleistungen im Krankenhaus. Die Rechnung beträgt 2.000 Euro.

Rechnung2.000 €
Beihilfe zahlt0 €
Beihilfetarif zahlt seinen Anteil von 50 %1.000 €
Ergänzungstarif mit Kopplung an die Beihilfe0 €, weil die Beihilfe nichts gezahlt hat
Ihr Eigenanteil1.000 €
Mit einem Ergänzungstarif ohne KopplungEigenanteil deutlich geringer, je nach Bedingungen

Einmal 1.000 Euro sind ärgerlich. Über ein Beamtenleben mit Zähnen, Brillen, Hilfsmitteln und Krankenhausaufenthalten summiert sich das. Und im Alter kommen die Rechnungen öfter. Die genauen Kürzungen hängen von Ihrer Beihilfeverordnung ab, für Bundesbeamte etwa stehen sie auf der Seite Bundesbeihilfe für Ministerialbeamte.

Sie haben schon einen Vertrag oder ein Angebot und sind nicht sicher, ob einer dieser Fehler drinsteckt? Schicken Sie uns die Unterlagen. Wir prüfen sie gegen die sieben Punkte.

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3. Die richtige Reihenfolge

Fehler entstehen meist nicht aus Unwissen, sondern aus der falschen Reihenfolge. Erst der Tarif, dann die Gesundheitsfragen, dann die Überraschung. So geht es besser:

SchrittWas passiert
1. AusgangslageDienstherr, Beihilfesatz, Familie, geplante Wechsel, Gesundheit der letzten Jahre
2. AnforderungenWas muss der Tarif zu Ihrer Beihilfe ergänzen? Wo sind Ihnen Leistungen besonders wichtig?
3. VorauswahlAus über 100 Versicherern die, die zu Ihrer Beihilfe passen. Meist bleiben wenige übrig
4. Tarifauswahl vor der VoranfrageErst die Tarife festlegen, dann anfragen. Sonst fragt man bei den falschen Gesellschaften an
5. Anonyme VoranfrageBei zwei bis drei Wunschanbietern, mit sauber aufbereiteten Gesundheitsangaben
6. Antrag und PflegeAntrag gemeinsam ausfüllen, später bei jeder Änderung der Beihilfe nachjustieren

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Warum die Tarifauswahl vor der Risikovoranfrage stehen muss.

Welche Strategie zu Ihrer Laufbahngruppe passt, vom mittleren Dienst bis zum politischen Beamten, steht auf der Seite PKV nach Laufbahngruppe. Den Überblick für Bund und Länder finden Sie auf der Hauptseite für Ministerialbeamte.

DBV BBKK UKV Versicherungskammer Gothaer Barmenia DKV HanseMerkur ARAG Continentale Signal Iduna Alte Oldenburger Münchener Verein R+V

Eine Auswahl der Gesellschaften, die wir vergleichen. Die Logos sind keine Rangliste.

So prüfen wir Ihre Entscheidung

  1. Unterlagen oder Eckdaten schicken. Angebot, Vertrag oder einfach Ihre Lage.
  2. Abgleich mit den sieben Punkten. Und mit der Beihilfe Ihres Dienstherrn.
  3. Einschätzung. Was passt, was fehlt, was sich noch ändern lässt.
  4. Umsetzung, wenn gewünscht. Voranfrage, Antrag, Anpassung oder Tarifwechsel.

Festgehalt statt Provision

Unsere Berater verdienen nichts extra, wenn Sie wechseln. Deshalb sagen wir auch: Ihr Tarif ist in Ordnung.

Spezialisiert auf Beamte

Ärztehausprinzip: Beihilfe-PKV ist bei uns eine eigene Disziplin.

Voranfrage als Standard

Mehrere Wunschanbieter, anonym, bevor ein Antrag gestellt wird.

Was es kostet

Im Regelfall kein separates Beratungshonorar. Die Beiträge sind dieselben wie direkt beim Versicherer.

„Er nimmt sich viel Zeit, kann verschiedene Möglichkeiten darstellen und auch mir als versicherungstechnischem Laien verständlich machen, wo die Unterschiede sind und welche Vor- bzw. Nachteile eine jeweilige Lösung hat."

T. K. aus Bad Schönborn

„Hr. B. Krause hat mich insbesondere bei den Gesundheitsfragen mit seiner Erfahrung bezüglich notwendiger zusätzlicher Fragebögen und Zusatzerklärungen unterstützt."

J. W. aus Karlsruhe

„Meine Anforderungen und Wünsche wurden immer exakt aufgenommen und mit passenden Vorschlägen beantwortet."

M. S. A. aus Karlsruhe

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Schicken Sie uns Angebot, Vertrag oder Ihre Eckdaten: Dienstherr, Geburtsdatum, Familie. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.

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Häufige Fragen zur PKV-Entscheidung im Ministerialdienst

Meist ein Beihilfeergänzungstarif, der an eine Vorleistung der Beihilfe gekoppelt ist, und ein Antrag ohne Voranfrage. Der erste kostet bei jeder gekürzten Rechnung Geld, der zweite kann den ganzen Vertrag gefährden.

Fast nie. Bei Angestellten beteiligt sich der Arbeitgeber am Beitrag, nicht an der Selbstbeteiligung. Diesen Effekt gibt es bei Beamten nicht.

Besser nicht. Beitrag und Annahme hängen von Eintrittsalter und Gesundheit ab, und was für die Kollegin passt, muss nicht zu Ihrer Familie oder Ihrem Dienstherrn passen.

Mit der Verbeamtung, und möglichst bevor neue Diagnosen dazukommen. Aufschieben macht die Ausgangslage selten besser.

Zuerst einen Tarifwechsel innerhalb des eigenen Versicherers prüfen. Dabei bleiben die Alterungsrückstellungen erhalten. Ein Versichererwechsel lohnt sich nur selten.

Weil die Versicherer Ihren Gesundheitszustand sehr unterschiedlich bewerten und eine Ablehnung bei späteren Anträgen abgefragt wird. Die anonyme Voranfrage klärt das ohne Spuren.

Im Regelfall kein separates Beratungshonorar. Wir werden über die Courtage der Versicherer bezahlt, unsere Berater bekommen ein Festgehalt.

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Der Finanzplaner für Akademiker von Bernd Krause, Ratgeber zur PKV-Entscheidung für Beamte
Aus Kapitel 3: Berater wollen nur verkaufen

Fändest du es schön, stundenlang kostenlos zu arbeiten?

Die Frage stelle ich im Buch, wenn es um die Bezahlung von Beratung geht. Eine gute PKV-Beratung für Beamte dauert Stunden. Wer sie bekommt, sollte wissen, wie sie bezahlt wird. Bei uns: über die Courtage der Versicherer, mit Beratern auf Festgehalt. Das ist kein Geheimnis, sondern die Grundlage dafür, dass wir Ihnen auch zu keinem Abschluss raten können.

„Der Finanzplaner für Akademiker“ erklärt, wie Beratung bezahlt wird, woran man gute erkennt und was nach dem Studium wirklich zählt. Geschrieben für Akademiker in Du-Form, ohne Produktkatalog.

Kapitel 3: Berater wollen nur verkaufen im Finanzplaner für Akademiker
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Kapitel 2: Alle wollen dich als Kunden im Finanzplaner für Akademiker
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Herausgeber: finanzen fairstehen FDL GmbH. Das Buch dient der finanziellen Bildung und ersetzt keine individuelle Beratung. Geldanlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Verlust des eingesetzten Kapitals.

Fehler in der PKV merkt man spät. Vermeiden lassen sie sich früh.

Ob vor dem Antrag oder Jahre danach: Lassen Sie uns einmal gemeinsam draufschauen.

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Hinweis: Diese Seite ersetzt keine individuelle Beratung und keine Rechtsberatung. Das Rechenbeispiel ist vereinfacht und dient der Veranschaulichung. Die tatsächlichen Kürzungen hängen von Beihilfeverordnung und Tarif ab. Kundenstimmen sind Auszüge aus Bewertungen auf externen Bewertungsportalen.

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