Wie hoch ist Ihr persönliches BU-Risiko?

Eine Orientierungshilfe auf Basis öffentlich verfügbarer Marktdaten – keine aktuarisch zertifizierte Risikoberechnung.

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Beruf
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Faktoren
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Ihr Risikoprofil
Welche Tätigkeit beschreibt Sie am besten?
💻 Büro / IT / Verwaltungüberwiegend sitzend, geistige Arbeit
🏫 Akademiker / FreiberuflerArzt, Anwalt, Ingenieur, Berater
🤍 Lehrer / Soziales / Pflegehohe Mensch-zu-Mensch-Belastung
🔨 Handwerk / Bau / Produktionkörperlich anspruchsvolle Tätigkeit
🚪 Polizei / Feuerwehr / Rettungkörperlich und psychisch belastend
🩹 Heilberufe / TherapiePhysio, Ergo, Logo, Pflege, Ärzte
Schritt 1 von 3
Persönliche Faktoren
mittel
geringmittelsehr hoch
gering
keinemittelsehr hoch

Was bedeutet dieses Risiko für Ihre Absicherung?

Das Risikoprofil zeigt die Wahrscheinlichkeit. Was es konkret bedeutet – welche Höhe, welcher Tarif, welche Klauseln – klären wir in einem persönlichen Gespräch. Kostenlos, unverbindlich, auf Festgehalt-Basis.

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Dieses Tool liefert Orientierungswerte, keine aktuarisch zertifizierten Risikoprognosen. Die Gesamtverteilung der BU-Ursachen (Psyche ca. 30 %, Bewegungsapparat ca. 21 %, Krebs ca. 15 %) basiert auf veröffentlichten GDV- und Franke & Bornberg-Daten. Die berufsgruppen-spezifischen Aufschlüsselungen und Risikowerte sind plausible Schätzwerte auf dieser Grundlage – keine Primärquellen. Für eine individuelle, aktuarisch fundierte Einschätzung ist eine persönliche Beratung erforderlich. Kein Versicherungsangebot. Keine Rechtsberatung. Stand 2026.

Die Zahl, die die meisten nicht kennen – und die alles verändert

Statistisch gesehen wird jede vierte Person im Laufe ihres Berufslebens berufsunfähig. Das ist keine Versicherungswerbung. Das sind veröffentlichte Marktdaten – aus GDV-Berichten und Leistungsfall-Analysen des Ratinghauses Franke & Bornberg, die seit Jahren ähnliche Größenordnungen zeigen.

Was mich nach über 6.000 BU-Beratungen immer noch überrascht: Die meisten Menschen kennen diese Zahl – aber sie glauben, sie gelte für jemand anderen. Für den, der schwer körperlich arbeitet. Für den, der schon krank ist. Nicht für sie selbst.

Die Daten sagen etwas anderes. Die häufigste BU-Ursache in Deutschland sind nicht Unfälle, nicht Herzinfarkte. Es sind psychische Erkrankungen – mit rund 30 % der Fälle die Nummer eins. Und Burnout, Depressionen und Angststörungen treffen Menschen quer durch alle Berufsgruppen. Auch Ingenieure. Auch Buchhalterinnen. Auch 34-Jährige ohne Vorerkrankung.

∼ 25 % werden im Laufe des Berufslebens berufsunfähig (Marktschätzung)
∼ 30 % der BU-Fälle entstehen durch psychische Erkrankungen (GDV-Daten)
43 Jahre: Durchschnittsalter bei Eintritt der Berufsunfähigkeit

Aus der Praxis: Der Softwareentwickler, der sich sicher fühlte

Markus T., 38, Senior Developer bei einem mittelständischen IT-Unternehmen in Karlsruhe. Nettoeinkommen ca. 4.200 €/Monat. Keine körperliche Arbeit, kein besonderes Risiko – oder so dachte er. Keine BU-Versicherung, weil „ich ja keine gefährliche Arbeit mache“.

Was folgte, war ein ausgebrannter Zustand nach einem Jahr Projektmarathon mit konsequentem Nachtschichtbetrieb. Diagnose: schwere depressive Episode. Arbeitsunfähigkeit: 14 Monate. Danach: Wiedereingliederung auf 60 %, Gehaltseinbuße, veränderte Aufgaben.

Kein BU-Fall im versicherungstechnischen Sinne – aber nah genug, um den Gedanken nicht mehr loszuwerden. Als er zu uns in die Beratung kam, hatte er eine Diagnose in der Akte. Der Abschluss war noch möglich – mit einem Ausschluss für Depressionen, aber vollständigem Schutz für alle anderen Ursachen. Beitrag: 89 €/Monat. Hätte er zwei Jahre früher abgeschlossen: ohne Ausschluss, für etwa 67 €.

Warum Ihr Beruf das Risiko bestimmt – aber nicht alleine

Die Berufsgruppe ist der wichtigste Einzelfaktor bei der BU-Risikoeinschätzung. Handwerker und Pflegekräfte tragen ein höheres Risiko als Verwaltungsangestellte – das spiegelt sich auch in den Versicherungsprämien wider. Aber das Bild ist komplizierter als die simple Körper-Geist-Trennung.

Lehrkäfte beispielsweise arbeiten kaum körperlich. Trotzdem ist ihre BU-Quote überdurchschnittlich hoch – weil die psychische Belastung durch Klassen, Eltern, Administration und ständige Bewertungssituationen enorm ist. Ähnliches gilt für Pflege und Sozialarbeit: körperliche Belastung plus hohe emotionale Belastung ergeben eine Kombination, die statistisch zum erhöhten Risiko führt.

💻 Büro / IT / Verwaltungunterdurchschnittlich
🏫 Lehrer / Sozialeserhöht
⚖️ Akademiker / Freiberuflerdurchschnittlich
🔨 Handwerk / Baudeutlich erhöht
🩹 Heilberufe / Therapieerhöht
🚪 Polizei / Einsatzdeutlich erhöht

Qualitative Einschätzung auf Basis veröffentlichter Marktdaten. Keine aktuarisch zertifizierten Werte – Orientierungshilfe.

Was das Risiko konkret bedeutet – in Euro

Risikoprozente bleiben abstrakt. Was sie bedeuten, wird klar, wenn man sie in Zahlen übersetzt.

Nehmen wir eine Grundschullehrerin, 36 Jahre alt, Nettoeinkommen 2.800 €/Monat. Sie arbeitet noch 31 Jahre bis zur Rente. Wird sie mit 40 berufsunfähig und ist nicht versichert, beträgt die Einkommenslücke – die Differenz zwischen dem, was sie verdient hätte, und dem, was der Staat bei BU zahlt – bis zu 27 Jahre × 12 Monate × rund 2.000 € monatliche Lücke. Macht rund 648.000 € im schlechtesten Fall. Ohne Altersvorsorge, ohne private Krankenversicherung.

Das klingt nach einer Extremrechnung. Ist es nicht. Es ist die reale finanzielle Konsequenz eines häufigen Ereignisses bei ausreichend langer Restlaufzeit.

Aus der Praxis: Die Physiotherapeutin mit Rückenausschluss

Sandra W., 31, selbstständige Physiotherapeutin in einer Praxis südlich von Karlsruhe. Jahreseinkommen ca. 42.000 € netto. Hatte vor zwei Jahren eine BU abschließen wollen – und war bei einem Direktversicherer per Online-Formular abgewiesen worden, weil sie vor drei Jahren einen Bandscheibenvorfall behandelt hatte.

Was viele nicht wissen: Eine Ablehnung durch einen Versicherer kann im Versicherungsregister landet und spätere Anträge erschweren – zumindest je nach Anbieter und Anfrageform. Das hätte ihr niemand erklärt.

Wir haben die Situation mit einer anonymen Risikovoranfrage bei fünf Versicherern aufgerollt. Ergebnis: Drei Versicherer haben angeboten. Zwei mit vollständigem Ausschluss Wirbelsäule, einer mit einem Beitragszuschlag von 25 %. Sie hat den mit Zuschlag gewählt – weil Physiotherapeutinnen häufiger durch Schulter oder Knie berufsunfähig werden als durch die Wirbelsäule, die schon bekannt war. Beitrag: 141,20 €/Monat. Besser als kein Schutz.

⚠️ Der häufigste Fehler bei der BU: Die formelle Anfrage bei einem Versicherer stellen, bevor man die Marktlage kennt. Wer von Versicherer A abgelehnt wird, muss das bei Versicherer B angeben. Wer zuerst anonym voranfragt – ohne Namen, ohne Eintrag – weiß vorher, wer zu seinem Profil passt. Das ist der entscheidende erste Schritt.

Was der Rechner oben berechnet – und was er nicht kann

Ich sage das bewusst: Der Rechner liefert Orientierungswerte, keine aktuarisch zertifizierte Risikoberechnung. Die Gesamtverteilung der BU-Ursachen – Psyche ca. 30 %, Bewegungsapparat ca. 21 %, Krebs ca. 15 % – basiert auf veröffentlichten GDV-Daten. Die berufsgruppen-spezifischen Aufschlüsselungen sind plausible Schätzungen auf dieser Basis.

Was kein öffentlicher Rechner leisten kann: Ihre individuelle Risikoprämie bestimmen. Die hängt von Ihrem Gesundheitszustand, Ihrem genauen Berufsbild, den Vertragsbedingungen des Versicherers und dem Zeitpunkt ab. Genau das klären wir in der persönlichen Beratung – mit anonymer Voranfrage, Tarifvergleich und einer Empfehlung, die zu Ihnen passt, nicht zu unserer Provision.

Bernd Krause, Der Fairsicherungsladen

„Das häufigste, was ich höre: ‚Ich bin gesund, ich brauche das nicht.’ Das zweithäufigste, was ich höre – leider: ‚Hätte ich das mal früher gemacht, als ich noch gesund war.’ Zwischen diesen beiden Sätzen liegt oft nur ein einziger Arztbesuch.“

Bernd Krause · Geschäftsführer Der Fairsicherungsladen GmbH · Karlsruhe · #besserberaten

Häufige Fragen zur BU-Wahrscheinlichkeit und Absicherung

Stimmt es, dass jede vierte Person berufsunfähig wird?

Die Zahl „jede vierte Person“ kursiert seit Jahren und basiert auf Markteinschätzungen der Versicherungsbranche. Exakte, behördlich verifizierte Langzeitstudien dazu gibt es in Deutschland nicht in der Form, wie man sie sich wünschen würde – weil BU eine private Versicherungsleistung ist und keine staatliche Statistikgröße.

Was verlässlich belegt ist: Die Leistungsfall-Analysen von Franke & Bornberg, GDV-Berichte und Versicherungsmathematiker-Gutachten zeigen übereinstimmend, dass das Risiko im Erwerbsleben erheblich und für viele Berufsgruppen überdurchschnittlich hoch ist. Die Zahl „25 %“ ist eine gebräuchliche Orientierungsgröße – keine Garantie, aber auch keine Erfindung.

Welche Berufsgruppe hat das höchste BU-Risiko?

Körperlich belastende Berufe – Dachdecker, Maurer, Krankenpfleger – haben statistisch die höchsten BU-Quoten. Das spiegelt sich in den Versicherungsprämien wider: Handwerker zahlen für dieselbe BU-Rente deutlich mehr als Büroangestellte.

Was viele unterschätzen: Lehrkäfte und Sozialberufe liegen ebenfalls über dem Durchschnitt – nicht wegen körperlicher, sondern psychischer Belastung. Burnout und Depressionen sind die mit Abstand häufigste BU-Ursache in allen Berufsgruppen.

Was ist der Unterschied zwischen BU und Erwerbsminderung?

Berufsunfähigkeit (privat versichert): Sie können Ihren konkreten Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben – egal ob Sie theoretisch eine andere Tätigkeit ausüben könnten. Die BU-Versicherung zahlt.

Erwerbsminderung (gesetzlich): Sie können weniger als 6 Stunden täglich irgendeiner Arbeit nachgehen. Die Anforderungen sind erheblich strenger. Viele BU-Fälle führen gar nicht zur Anerkennung als Erwerbsminderung – weil der Versicherte theoretisch noch irgendetwas tun könnte. Die durchschnittliche gesetzliche Erwerbsminderungsrente liegt bei rund 988 €/Monat.

Kann ich mich noch versichern, wenn ich Vorerkrankungen habe?

In vielen Fällen ja – aber die Vorgehensweise entscheidet. Der richtige Weg ist die anonyme Risikovoranfrage: Wir fragen bei mehreren Versicherern an, ohne Ihren Namen zu nennen und ohne eine formelle Anfrage zu stellen. So erfahren wir, wer zu Ihrem Profil passt – und zwar bevor irgendein Eintrag entsteht.

Erst danach stellen wir die verbindliche Anfrage bei dem oder den Versicherern, die am besten zu Ihnen passen. Dieser Schritt ist entscheidend: Eine formelle Ablehnung muss bei weiteren Antragstellungen angegeben werden und kann spätere Optionen einschränken. Wer sich direkt beim Vergleichsportal bewirbt, überspringt diesen Schutzschritt.

Ab wann ist es zu spät für eine BU-Versicherung?

„Zu spät“ im absoluten Sinne gibt es selten – aber „zu später als günstig“ gibt es sehr häufig. Mit jedem Jahr steigt der Beitrag, weil das statistische Risiko wächst. Und mit jeder weiteren Diagnose – auch banaler Art wie einem behandelten Rücken oder einer abgeklungenen Angststörung – können Ausschlüsse oder Zuschäge dazukommen.

Ab etwa 50 wird es für manche Berufsgruppen schwierig, weil Restlaufzeit und Risikoeinschätzung zusammen einen wirtschaftlich kaum sinnvollen Beitrag ergeben. Aber das ist individuell. Wir prüfen das konkret – kostenlos.

Warum sollte ich nicht einfach online vergleichen?

Weil Online-Rechner den Preis zeigen, aber nicht das Produkt beurteilen. Entscheidend bei der BU sind die Bedingungen im Kleingedruckten: Welche Berufsauslegung gilt? Gibt es eine abstrakte Verweisung? Wie präzise ist die Nachprüfungsklausel? Ist die Leistungsdynamik sinnvoll? Welche Gesundheitsfragen müssen wie beantwortet werden?

Ein Tarif, der 20 €/Monat günstiger ist, aber im Leistungsfall auf technische Klüngeleien zurückgreift, ist kein gutes Angebot. Das können wir beurteilen – auf Festgehalt-Basis, ohne Anreiz, den teureren Tarif zu empfehlen.

Weiterführende Informationen zur BU

Was Ihr Risikoprofil für Ihre Absicherung bedeutet

Der Rechner zeigt die Einordnung. Was sie konkret bedeutet – welche Höhe sinnvoll ist, welcher Tarif zu Ihrem Beruf passt, ob eine Voranfrage nötig ist – klären wir gemeinsam. Kostenlos, auf Festgehalt-Basis, ohne Provisionsdruck.

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Statistiken basieren auf veröffentlichten GDV- und Franke & Bornberg-Daten sowie Markteinschätzungen. Berufsgruppen-spezifische Werte sind Orientierungsgrößen, keine aktuarisch zertifizierten Werte. Stand 2026. Keine Rechtsberatung.