Kostenloses Webinar: PKV-Beratung für Beamte: Warum 90 % zu viel zahlen

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PKV-Beratung für Beamte: Warum 90 % zu viel zahlen – und wie du es besser machst | Beamtenberatung Plus
Ratgeber PKV für Beamte

PKV-Beratung für Beamte: Warum 90 % zu viel zahlen – und wie du es besser machst

Ob Lehrer, Richter, Professor oder Ministerialbeamter – die Mechanismen sind überall gleich. Dieser Artikel zeigt dir, wie das System funktioniert, welche 7 Fehler am teuersten sind und welche Fragen du jedem Berater stellen solltest.

📖 12 Min. Lesezeit✍️ Bernd Krause🗓 Februar 2026

Wenn du als Beamter eine PKV abschließt, triffst du eine der teuersten Entscheidungen deines Lebens. Über 30–40 Dienstjahre reden wir von Gesamtkosten zwischen 80.000 und 250.000 Euro. Und trotzdem investieren die meisten Beamten mehr Zeit in die Auswahl ihres nächsten Smartphones als in diese Entscheidung.

Das ist kein Zufall. Es ist gewollt.

1. Warum das System gegen dich arbeitet

Die PKV-Beratung für Beamte hat ein strukturelles Problem: Die Menschen, die dich „beraten", verdienen daran, dass du eine bestimmte Entscheidung triffst. Nicht die beste – sondern die, die ihnen die höchste Provision bringt.

Ein Versicherungsvertreter, der einen Beamten in die PKV vermittelt, verdient zwischen 800 und 1.600 Euro Provision – pro Abschluss. Bei einem Lehramtsanwärter, der mit 25 unterschreibt und 40 Jahre lang PKV-Beiträge zahlt, ist das ein Bruchteil dessen, was die Versicherung über die Laufzeit einnimmt. Aber es ist genug Motivation, um aus einer Informationsveranstaltung eine Verkaufsshow zu machen.

💡 Vertreter ≠ Berater

Ein Versicherungsvertreter ist kein Berater. Er ist ein Verkäufer mit eingeschränktem Sortiment. Per Gesetz darf er nur Produkte seiner Gesellschaft(en) empfehlen – nicht das, was am besten zu dir passt. Ein Versicherungsmakler hingegen ist gesetzlich verpflichtet, in deinem Interesse zu handeln und den gesamten Markt zu vergleichen.

Dieses System funktioniert über drei Hebel, die bei jedem Beamten greifen:

Unwissen: PKV und Beihilfe sind komplex, niemand erklärt es neutral. Zeitdruck: „Das Angebot gilt nur bis Freitag." Vertrauen: Der nette Mensch am Seminar wird von der Uni eingeladen – er muss also seriös sein. Die Kombination dieser drei Faktoren erklärt, warum die meisten Beamten ihre PKV innerhalb weniger Tage abschließen – und dann 30 Jahre lang die Konsequenzen tragen.

2. Die 7 häufigsten Fehler – und was sie kosten

In über 40 Jahren Beamtenberatung und tausenden Gesprächen sehen wir immer wieder dieselben Fehler. Nicht, weil Beamte unintelligent wären – sondern weil das System darauf ausgelegt ist, genau diese Fehler zu produzieren.

Fehler #1: Den Tarif vom Seminar nehmen

An fast jeder Pädagogischen Hochschule, Verwaltungsakademie und Justiz-Einrichtung gibt es „Informationsveranstaltungen" zur PKV. Der Referent vertritt 1–3 Versicherer, nicht den Markt. Seine Empfehlung ist seine Einnahmequelle. Ob Debeka, DBV oder Signal Iduna – die Empfehlung hängt davon ab, wer die Veranstaltung sponsert, nicht davon, was zu dir passt.

Möglicher Schaden über 30 Jahre: bis zu 109.000 €

Fehler #2: Nur den Einstiegsbeitrag vergleichen

Online-Rechner und Seminar-Berater zeigen dir den Beitrag mit 25. Was sie nicht zeigen: die Beitragshistorie über 10, 20, 30 Jahre. Tarife, die heute günstig einsteigen, haben oft die aggressivsten Beitragsanpassungen. Der günstigste Tarif mit 25 kann der teuerste mit 45 sein.

Möglicher Schaden: bis zu 42.000 €

Fehler #3: Gesundheitsfragen unter Zeitdruck beantworten

Eine vergessene Diagnose, ein verschwiegenes Rezept – und die PKV kann noch 10 Jahre nach Vertragsschluss die Leistung verweigern. Das passiert nicht aus böser Absicht, sondern weil man unter Zeitdruck Dinge vergisst. Wer seine Patientenakte vorher nicht beim Hausarzt angefordert hat, spielt Roulette.

Möglicher Schaden: existenziell

Fehler #4: PKV und DU „aus einer Hand" abschließen

„Alles aus einer Hand" klingt praktisch – ist aber ein Verkaufspitch. Die beste PKV kommt selten vom selben Versicherer wie die beste Dienstunfähigkeitsversicherung. Wer beides im Paket kauft, optimiert die Provision des Beraters, nicht seinen eigenen Schutz.

Möglicher Schaden: bis zu 28.000 €

Fehler #5: Die Beihilfe nicht verstanden haben

16 Bundesländer, 16 verschiedene Beihilfeverordnungen. Was in Bayern passt, kann in NRW eine Katastrophe sein. Ein Berater, der nur ein Bundesland kennt, kann dich nur in diesem Land beraten – aber Beamte werden versetzt. Dein Tarif muss in jedem Land funktionieren.

Möglicher Schaden: bis zu 35.000 €

Fehler #6: Auf Testsiegel statt auf echte Analyse vertrauen

„Testsieger bei Stiftung Warentest" sagt nichts über deine individuelle Situation. Testsiegel bewerten Standardfälle – dein Bundesland, deine Gesundheitshistorie, deine Familienplanung, dein Eintrittsalter fließen in keinen Test ein.

Möglicher Schaden: bis zu 22.000 €

Fehler #7: Zu spät wechseln wollen

Viele Beamte bemerken erst nach 5–10 Jahren, dass ihr Tarif Probleme hat. Dann ist der Wechsel kaum noch möglich: Alterungsrückstellungen gehen teilweise verloren, die Gesundheit hat sich verändert, neue Risikozuschläge drohen. Die Entscheidung von heute begleitet dich bis zur Pension.

Möglicher Schaden: bis zu 50.000 €

Diese 7 Fehler vermeiden – in 60 Minuten

In unseren kostenlosen Live-Webinaren gehen wir jeden dieser Fehler im Detail durch – mit echten Zahlen aus echten Beratungsfällen. Kein Verkauf, keine Anrufe danach.

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3. Das Bundesland-Problem

Die Beihilfe ist Ländersache – und die Unterschiede sind enorm. Wer das nicht versteht, kann seine PKV nicht richtig wählen.

Ein konkretes Beispiel: In Hessen können sich Beamte seit 2019 für die pauschale Beihilfe entscheiden – der Dienstherr zahlt die Hälfte des GKV-Beitrags, wie ein Arbeitgeber in der freien Wirtschaft. In Bayern gibt es das nicht. In Baden-Württemberg gibt es die pauschale Beihilfe seit 2023, aber mit anderen Konditionen als in Hessen. In einigen Bundesländern sind Wahlleistungen im Krankenhaus beihilfefähig, in anderen nicht.

Beihilfe-AspektAuswirkung auf deine PKV
BemessungssätzeVariieren je Bundesland: 50–80 % für Beamte, 70–80 % für Kinder
Pauschale BeihilfeNur in einigen Ländern – macht die GKV deutlich attraktiver
BeihilfeergänzungstarifeMüssen zum jeweiligen Land passen, sonst entstehen Lücken
WahlleistungenIn manchen Ländern beihilfefähig, in anderen komplett selbst zu zahlen
Pflege-BeihilfeMassive Unterschiede zwischen Bund und Ländern

🏛️ Praxistipp

Frag jeden Berater: „In wie vielen Bundesländern haben Sie aktiv Beamte beraten?" Wenn die Antwort „eins" oder „zwei" ist, bekommst du eine Pauschallösung. Keine individuelle Beratung. Bei uns sind es 16 – seit über 40 Jahren.

4. Warum der günstigste Tarif der teuerste wird

Die Beitragsentwicklung über die Laufzeit ist das bestgehütete Geheimnis der PKV-Branche. Und der Grund, warum Online-Vergleichsrechner fast nutzlos sind.

Was die meisten nicht wissen: Jeder Versicherer kalkuliert seine Tarife selbst – und manche kalkulieren bewusst günstig ein, um Neukunden zu gewinnen. Wer erstmal drin ist, wechselt kaum. Dann können die Beiträge „angepasst" werden.

Manche Gesellschaften haben über 10 Jahre eine durchschnittliche Beitragsanpassung von 2–3 % pro Jahr. Andere liegen bei 5–7 %. Bei einer Laufzeit von 30+ Jahren ist das der Unterschied zwischen einem gut finanzierbaren Tarif und einer echten finanziellen Belastung.

„Ich habe hunderte Beamte beraten, deren ‚günstiger' Tarif nach 10 Jahren 34 % teurer war als der ‚teure' Tarif, den sie abgelehnt hatten. Der Einstiegsbeitrag ist der schlechteste Indikator für die langfristigen Kosten."

Die Beitragshistorie ist für jeden Versicherer öffentlich verfügbar. Aber kein Vergleichsportal zeigt sie. Kein Vertreter am Seminar erwähnt sie. Und die meisten Beamten wissen nicht einmal, dass es sie gibt.

5. DU vs. BU: Existenzieller Unterschied

Einer der gefährlichsten Fehler bei der Beamtenversicherung: eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) statt einer Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) abzuschließen.

Bei einer BU muss nachgewiesen werden, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst – nach den Bedingungen des Versicherers. Bei einer DU reicht die amtsärztliche Feststellung, dass du dienstunfähig bist. Das ist ein wesentlich niedrigeres Nachweislevel.

In der Praxis: Ein Lehrer, der wegen eines Burnouts vom Amtsarzt als dienstunfähig eingestuft wird, bekommt bei einer echten DU sofort seine Leistung. Bei einer BU muss er erst beweisen, dass er auch keinen anderen Beruf mehr ausüben kann. Dein Dienstherr kann dich für dienstunfähig erklären – und die BU zahlt trotzdem nicht.

⚠️ Warnsignal: „Alles aus einer Hand"

Wenn dir jemand PKV und DU als Paket vom selben Versicherer anbietet: Vorsicht. Der beste PKV-Anbieter ist selten der beste DU-Anbieter. Getrennt vergleichen, getrennt entscheiden. Achte bei der DU auf die echte Dienstunfähigkeitsklausel – die meisten BU-Policen haben sie nicht.

6. 8 Fragen an jeden Berater

Egal ob Vertreter, Makler oder Honorarberater – stell diese Fragen, bevor du irgendetwas unterschreibst:

  1. „Wie verdienen Sie Ihr Geld?" – Provision pro Abschluss oder Festgehalt? Die Antwort erklärt die Empfehlung.
  2. „Wie viele Versicherer haben Sie im Vergleich?" – Ein Vertreter: 1–3. Ein guter Makler: 30+.
  3. „Können Sie mir die Beitragshistorie der letzten 10 Jahre zeigen?" – Wer das nicht kann, verbirgt etwas.
  4. „Welche Beihilfeverordnung gilt in meinem Bundesland?" – Wenn er nachschlagen muss: falscher Berater.
  5. „Warum genau dieser Tarif?" – „Testsieger" ist keine Antwort.
  6. „Was passiert mit meinem Beitrag nach dem Referendariat?" – Der Anwärtertarif ist nicht der Beitrag fürs Leben.
  7. „Haben Sie separate Empfehlungen für PKV und DU?" – Beides vom selben Versicherer = Warnsignal.
  8. „Was passiert bei Bundesland-Wechsel?" – Die richtige Antwort ist komplex. Eine kurze Antwort ist eine schlechte.

Alle Fragen – alle Antworten. Live und kostenlos.

In unseren Webinaren gehen wir jeden dieser Punkte durch. Du stellst deine individuellen Fragen – und bekommst ehrliche Antworten von Beratern auf Festgehalt.

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7. Kostenlos weiterlernen: Unsere Live-Webinare

Dieser Artikel kratzt an der Oberfläche. In 12 Minuten Lesezeit kann man unmöglich alles abdecken. Deshalb bieten wir regelmäßig kostenlose Live-Webinare an, in denen wir diese Themen vertiefen:

GKV oder PKV – die ehrliche Gegenüberstellung, inklusive der Fälle, in denen die GKV tatsächlich besser ist. Beihilfe nach Bundesland – alle 16 Verordnungen verständlich erklärt, mit Sonderfällen und konkreten Beispielen. Beitragshistorien im Vergleich – echte Zahlen über 10, 20, 30 Jahre. DU vs. BU – warum der Unterschied existenziell ist. Beamtenpension und Versorgungslücke – wie du sie schließt. Live Q&A – deine Fragen, ehrliche Antworten.

Die Webinare sind kostenlos. Nicht als Köder, sondern weil wir uns über Beratungsmandate finanzieren – nicht über Webinar-Upsells oder Datenverkauf. Du meldest dich an, nimmst teil, lernst etwas. Danach: keine Anrufe, keine Mails, kein Verkaufsdruck.

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Kostenlose Live-Webinare für alle Beamten: Lehrer, Richter, Staatsanwälte, Professoren, Polizei, Verwaltung. Keine Vorkenntnisse nötig.

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Bernd Krause

Bernd Krause

Geschäftsführer · Der Fairsicherungsladen GmbH · Seit 2005 in der Finanzbranche, über 5.000 Beratungsgespräche mit Beamten und Akademikern. Unabhängiger Versicherungsmakler auf Festgehalt – keine Provision, keine Agenda.

PKV-Beratung für Beamte: Warum 90 % zu viel zahlen – und wie du es besser machst | Beamtenberatung Plus
Ratgeber PKV für Beamte

PKV-Beratung für Beamte: Warum 90 % zu viel zahlen – und wie du es besser machst

Ob Lehrer, Richter, Professor oder Ministerialbeamter – die Mechanismen sind überall gleich. Dieser Artikel zeigt dir, wie das System funktioniert, welche 7 Fehler am teuersten sind und welche Fragen du jedem Berater stellen solltest.

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Das ist kein Zufall. Es ist gewollt.

1. Warum das System gegen dich arbeitet

Die PKV-Beratung für Beamte hat ein strukturelles Problem: Die Menschen, die dich „beraten", verdienen daran, dass du eine bestimmte Entscheidung triffst. Nicht die beste – sondern die, die ihnen die höchste Provision bringt.

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💡 Vertreter ≠ Berater

Ein Versicherungsvertreter ist kein Berater. Er ist ein Verkäufer mit eingeschränktem Sortiment. Per Gesetz darf er nur Produkte seiner Gesellschaft(en) empfehlen – nicht das, was am besten zu dir passt. Ein Versicherungsmakler hingegen ist gesetzlich verpflichtet, in deinem Interesse zu handeln und den gesamten Markt zu vergleichen.

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2. Die 7 häufigsten Fehler – und was sie kosten

In über 40 Jahren Beamtenberatung und tausenden Gesprächen sehen wir immer wieder dieselben Fehler. Nicht, weil Beamte unintelligent wären – sondern weil das System darauf ausgelegt ist, genau diese Fehler zu produzieren.

Fehler #1: Den Tarif vom Seminar nehmen

An fast jeder Pädagogischen Hochschule, Verwaltungsakademie und Justiz-Einrichtung gibt es „Informationsveranstaltungen" zur PKV. Der Referent vertritt 1–3 Versicherer, nicht den Markt. Seine Empfehlung ist seine Einnahmequelle. Ob Debeka, DBV oder Signal Iduna – die Empfehlung hängt davon ab, wer die Veranstaltung sponsert, nicht davon, was zu dir passt.

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Fehler #2: Nur den Einstiegsbeitrag vergleichen

Online-Rechner und Seminar-Berater zeigen dir den Beitrag mit 25. Was sie nicht zeigen: die Beitragshistorie über 10, 20, 30 Jahre. Tarife, die heute günstig einsteigen, haben oft die aggressivsten Beitragsanpassungen. Der günstigste Tarif mit 25 kann der teuerste mit 45 sein.

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Eine vergessene Diagnose, ein verschwiegenes Rezept – und die PKV kann noch 10 Jahre nach Vertragsschluss die Leistung verweigern. Das passiert nicht aus böser Absicht, sondern weil man unter Zeitdruck Dinge vergisst. Wer seine Patientenakte vorher nicht beim Hausarzt angefordert hat, spielt Roulette.

Möglicher Schaden: existenziell

Fehler #4: PKV und DU „aus einer Hand" abschließen

„Alles aus einer Hand" klingt praktisch – ist aber ein Verkaufspitch. Die beste PKV kommt selten vom selben Versicherer wie die beste Dienstunfähigkeitsversicherung. Wer beides im Paket kauft, optimiert die Provision des Beraters, nicht seinen eigenen Schutz.

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Fehler #5: Die Beihilfe nicht verstanden haben

16 Bundesländer, 16 verschiedene Beihilfeverordnungen. Was in Bayern passt, kann in NRW eine Katastrophe sein. Ein Berater, der nur ein Bundesland kennt, kann dich nur in diesem Land beraten – aber Beamte werden versetzt. Dein Tarif muss in jedem Land funktionieren.

Möglicher Schaden: bis zu 35.000 €

Fehler #6: Auf Testsiegel statt auf echte Analyse vertrauen

„Testsieger bei Stiftung Warentest" sagt nichts über deine individuelle Situation. Testsiegel bewerten Standardfälle – dein Bundesland, deine Gesundheitshistorie, deine Familienplanung, dein Eintrittsalter fließen in keinen Test ein.

Möglicher Schaden: bis zu 22.000 €

Fehler #7: Zu spät wechseln wollen

Viele Beamte bemerken erst nach 5–10 Jahren, dass ihr Tarif Probleme hat. Dann ist der Wechsel kaum noch möglich: Alterungsrückstellungen gehen teilweise verloren, die Gesundheit hat sich verändert, neue Risikozuschläge drohen. Die Entscheidung von heute begleitet dich bis zur Pension.

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3. Das Bundesland-Problem

Die Beihilfe ist Ländersache – und die Unterschiede sind enorm. Wer das nicht versteht, kann seine PKV nicht richtig wählen.

Ein konkretes Beispiel: In Hessen können sich Beamte seit 2019 für die pauschale Beihilfe entscheiden – der Dienstherr zahlt die Hälfte des GKV-Beitrags, wie ein Arbeitgeber in der freien Wirtschaft. In Bayern gibt es das nicht. In Baden-Württemberg gibt es die pauschale Beihilfe seit 2023, aber mit anderen Konditionen als in Hessen. In einigen Bundesländern sind Wahlleistungen im Krankenhaus beihilfefähig, in anderen nicht.

Beihilfe-AspektAuswirkung auf deine PKV
BemessungssätzeVariieren je Bundesland: 50–80 % für Beamte, 70–80 % für Kinder
Pauschale BeihilfeNur in einigen Ländern – macht die GKV deutlich attraktiver
BeihilfeergänzungstarifeMüssen zum jeweiligen Land passen, sonst entstehen Lücken
WahlleistungenIn manchen Ländern beihilfefähig, in anderen komplett selbst zu zahlen
Pflege-BeihilfeMassive Unterschiede zwischen Bund und Ländern

🏛️ Praxistipp

Frag jeden Berater: „In wie vielen Bundesländern haben Sie aktiv Beamte beraten?" Wenn die Antwort „eins" oder „zwei" ist, bekommst du eine Pauschallösung. Keine individuelle Beratung. Bei uns sind es 16 – seit über 40 Jahren.

4. Warum der günstigste Tarif der teuerste wird

Die Beitragsentwicklung über die Laufzeit ist das bestgehütete Geheimnis der PKV-Branche. Und der Grund, warum Online-Vergleichsrechner fast nutzlos sind.

Was die meisten nicht wissen: Jeder Versicherer kalkuliert seine Tarife selbst – und manche kalkulieren bewusst günstig ein, um Neukunden zu gewinnen. Wer erstmal drin ist, wechselt kaum. Dann können die Beiträge „angepasst" werden.

Manche Gesellschaften haben über 10 Jahre eine durchschnittliche Beitragsanpassung von 2–3 % pro Jahr. Andere liegen bei 5–7 %. Bei einer Laufzeit von 30+ Jahren ist das der Unterschied zwischen einem gut finanzierbaren Tarif und einer echten finanziellen Belastung.

„Ich habe hunderte Beamte beraten, deren ‚günstiger' Tarif nach 10 Jahren 34 % teurer war als der ‚teure' Tarif, den sie abgelehnt hatten. Der Einstiegsbeitrag ist der schlechteste Indikator für die langfristigen Kosten."

Die Beitragshistorie ist für jeden Versicherer öffentlich verfügbar. Aber kein Vergleichsportal zeigt sie. Kein Vertreter am Seminar erwähnt sie. Und die meisten Beamten wissen nicht einmal, dass es sie gibt.

5. DU vs. BU: Existenzieller Unterschied

Einer der gefährlichsten Fehler bei der Beamtenversicherung: eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) statt einer Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) abzuschließen.

Bei einer BU muss nachgewiesen werden, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst – nach den Bedingungen des Versicherers. Bei einer DU reicht die amtsärztliche Feststellung, dass du dienstunfähig bist. Das ist ein wesentlich niedrigeres Nachweislevel.

In der Praxis: Ein Lehrer, der wegen eines Burnouts vom Amtsarzt als dienstunfähig eingestuft wird, bekommt bei einer echten DU sofort seine Leistung. Bei einer BU muss er erst beweisen, dass er auch keinen anderen Beruf mehr ausüben kann. Dein Dienstherr kann dich für dienstunfähig erklären – und die BU zahlt trotzdem nicht.

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GKV oder PKV – die ehrliche Gegenüberstellung, inklusive der Fälle, in denen die GKV tatsächlich besser ist. Beihilfe nach Bundesland – alle 16 Verordnungen verständlich erklärt, mit Sonderfällen und konkreten Beispielen. Beitragshistorien im Vergleich – echte Zahlen über 10, 20, 30 Jahre. DU vs. BU – warum der Unterschied existenziell ist. Beamtenpension und Versorgungslücke – wie du sie schließt. Live Q&A – deine Fragen, ehrliche Antworten.

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Bernd Krause

Bernd Krause

Geschäftsführer · Der Fairsicherungsladen GmbH · Seit 2005 in der Finanzbranche, über 5.000 Beratungsgespräche mit Beamten und Akademikern. Unabhängiger Versicherungsmakler auf Festgehalt – keine Provision, keine Agenda.

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