Rentenlücke berechnen: Die Zahl, die Ihre Altersvorsorge endlich greifbar macht
Solange Sie Ihre Rentenlücke nicht kennen, ist jede Sparrate Raterei. Die Berechnung dauert wenige Minuten – und verändert Ihren Blick auf die eigene Vorsorge.
Was ist die Rentenlücke – in einem Satz
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem, was Sie im Ruhestand monatlich brauchen, und dem, was voraussichtlich reinkommt. Klingt einfach – ist es im Kern auch. Die Schwierigkeit liegt in den Details: Inflation, Steuern, Krankenversicherung.
💡 Die Formel
Monatlicher Bedarf (realistisch, nicht minimal) minus voraussichtliche Einnahmen (gesetzliche Rente, Versorgungswerk, bAV, Mieteinnahmen etc.) = Ihre Rentenlücke.
Die 3 Bausteine der Rechnung (ohne Mathe-Stress)
Was brauchen Sie monatlich im Ruhestand? Miete, Lebensmittel, Mobilität, Freizeit, Gesundheit. Faustregel: 80–90 % Ihres heutigen Nettoeinkommens. Lieber etwas mehr einplanen als zu knapp.
Gesetzliche Rente (steht in der Renteninformation), Versorgungswerk, bAV, bestehende Rentenversicherungen, Mieteinnahmen, sonstige Einkünfte. Wichtig: Die Renteninformation zeigt Brutto-Werte – nach Steuern und Krankenversicherung bleibt deutlich weniger.
Die Differenz ist Ihre Rentenlücke. Planen Sie zusätzlich einen Puffer für Inflation und unvorhergesehene Ausgaben ein – mindestens 10–15 %.
Häufige Denkfehler bei der Rentenlücke
❌ „Rente reicht schon irgendwie“
Die gesetzliche Rente ersetzt im Durchschnitt nur 48 % des letzten Bruttoverdienstes. Für Akademiker und gut Verdienende ist die Ersatzquote oft noch niedriger. „Irgendwie“ ist kein Plan.
❌ Inflation unterschätzen
2 % Inflation klingen harmlos. Aber über 25 Jahre verliert Geld fast 40 % seiner Kaufkraft. 2.000 € heute sind dann nur noch rund 1.200 € wert. Wer das ignoriert, plant mit falschen Zahlen.
❌ Zu spät starten → unnötig hohe Sparrate
Wer mit 25 beginnt, braucht bei 6 % Rendite ca. 150 € monatlich für 200.000 €. Wer mit 40 startet, muss ca. 400 € aufbringen. Zeit ist der stärkste Hebel – und er arbeitet nur, wenn Sie ihn nutzen.
Quelle: ProvenExpert – 4,9/5 bei 827+ Bewertungen
Mini-Rechnung: So sieht eine Rentenlücke konkret aus
Ein Beispiel für eine 38-jährige Akademikerin mit 65.000 € Bruttojahresgehalt:
Was bedeutet das?
900 € pro Monat über 25 Jahre Ruhestand sind ca. 270.000 € Kapital, das zusätzlich benötigt wird (inflationsbereinigt noch mehr). Bei 27 Jahren Laufzeit und 5–6 % Rendite ergibt das eine Sparrate von ca. 250–350 € monatlich.
Das klingt nach viel – aber: Je früher Sie starten, desto geringer die Rate. Und: Oft lässt sich durch Optimierung bestehender Verträge und clevere Kombination (Depot + bAV + ggf. ETF-Rente) ein großer Teil auffangen.
💻 Rentenlücke selbst berechnen
Wir haben ein kostenloses Rechner-Tool, mit dem Sie Ihre Rentenlücke grob einschätzen können:
Hinweis: Das Tool gibt eine Orientierung. Für eine präzise Berechnung mit Inflation, Steuern und konkretem Maßnahmenplan nutzen Sie unsere Vorsorgeanalyse.
Was tun, wenn eine Lücke da ist?
Rentenlücke â Problem. Rentenlücke = Startpunkt für einen Plan. Drei Stellschrauben entscheiden:
Je früher Sie anfangen, desto weniger müssen Sie monatlich zur Seite legen. Der Zinseszins-Effekt ist Ihr stärkster Verbündeter.
Depot: Flexibel, günstig, eigene Kontrolle. Rentenversicherung: Struktur, Verrentung, steuerliche Effekte. Die richtige Wahl hängt von Ihrem Profil ab. Zum Vergleich →
Wenn Ihr Arbeitgeber einen guten Zuschuss zahlt, ist die bAV ein effizienter Baustein. Seit 2022 sind mindestens 15 % Pflichtzuschuss gesetzlich vorgeschrieben (§1a BetrAVG). Mehr zur bAV →
⚠ Wichtig: Rentenlücke â Lösung
Die Zahl zu kennen ist der erste Schritt. Der zweite ist ein konkreter Plan: Welche Bausteine, in welcher Reihenfolge, mit welcher Sparrate? Genau das liefert eine Vorsorgeanalyse.
📈 Vorsorgeanalyse anfragen – damit Sie wissen, wo Sie stehen
Sie müssen nicht alles alleine sortieren. Mit dem Kurz-Check starten Sie in 60–90 Sekunden. Danach erhalten Sie einen Terminvorschlag und eine fundierte Auswertung: VorsorgelĂźcke, bestehende Bausteine, klare nächste Schritte.
Unverbindlich · Sie entscheiden danach in Ruhe · Terminvorschlag innerhalb von 1–2 Werktagen
Häufige Fragen zur Rentenlücke
Einfache Formel: Monatlicher Wunsch-Bedarf minus voraussichtliche Einnahmen im Alter = Rentenlücke. Die voraussichtliche Rente finden Sie in Ihrer Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Wichtig: Es handelt sich um Brutto-Werte – Steuern und Krankenversicherung kommen noch dazu.
Faustregel: 80–90 % Ihres heutigen Nettoeinkommens. Manche Kosten fallen weg (Pendeln, Kinderbetreuung), andere steigen (Gesundheit, Freizeit). Planen Sie lieber etwas über als unter Bedarf.
In der Renteninformation, die Sie jährlich von der Deutschen Rentenversicherung erhalten. Alternativ können Sie Ihre Rente online über das Portal der DRV berechnen lassen. Beamte nutzen die Versorgungsauskunft ihres Dienstherrn.
Unbedingt. Bei 2 % Inflation sind 2.000 € in 25 Jahren nur noch etwa 1.200 € wert (Kaufkraft). Die Renteninformation zeigt zwar eine Dynamisierung – aber die deckt die Inflation erfahrungsgemäß nicht vollständig ab.
Ab ca. 500 € monatlich wird es für viele eng – besonders, wenn wenig Zeit bis zum Ruhestand bleibt. Aber: Jede Lücke, egal wie groß, lässt sich mit der richtigen Strategie verkleinern.
Grobe Orientierung bei 30 Jahren Laufzeit und 5–6 % Rendite: Für 300 € Lücke brauchen Sie ca. 80–100 € Sparrate, für 500 € ca. 130–170 €, für 1.000 € ca. 270–340 €. Je kürzer die Laufzeit, desto höher die nötige Rate.
Ja, für die meisten Menschen ist ein breit gestreuter ETF-Sparplan ein sehr effizienter Baustein – niedrige Kosten, hohe Flexibilität, langfristig solide Rendite. Ob ergänzend eine ETF-Rentenversicherung oder bAV sinnvoll ist, hängt von Ihrer Situation ab.
Nicht pauschal. Eine ETF-Rentenversicherung bietet Struktur und je nach Modell steuerliche Effekte – ist aber weniger flexibel und hat höhere Kosten. Die Entscheidung ist keine Glaubensfrage, sondern eine Rechnung. Wir zeigen Ihnen beides.
Betriebliche Altersvorsorge lohnt sich vor allem bei gutem Arbeitgeberzuschuss (über 20 %) und niedrigen Produktkosten. Der gesetzliche Pflichtzuschuss von 15 % (§1a BetrAVG) ist ein Minimum – manche Arbeitgeber legen deutlich mehr drauf.
Berechnung ist gut – aber Rentenlücke â Lösung. Der nächste Schritt ist eine Vorsorgeanalyse: Wir ordnen Ihre bestehenden Bausteine ein, berechnen die Lücke genau und erstellen einen konkreten Maßnahmenplan.
Weiter in der Vorsorgeanalyse
Rentenlücke kennen – Plan haben – ruhig schlafen
Die Berechnung ist der erste Schritt. Die Vorsorgeanalyse macht daraus einen konkreten Plan – verständlich, ehrlich und ohne Verkaufsdruck.
Vorsorgeanalyse anfragen →