💰 BU-Rente

BU-Rente: Wie hoch sollte sie sein – damit es im Ernstfall reicht?

„Wie viel BU-Rente brauche ich?“ ist die erste Frage – und die, die am häufigsten falsch beantwortet wird. Zu niedrig geplant bedeutet: Im Ernstfall fehlt Geld für Miete, Familie und Vorsorge.

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Warum „zu niedrig“ der Klassiker ist

Die meisten Menschen wählen die BU-Rente nach Bauchgefühl oder Budget statt nach Bedarf. Das Ergebnis: Eine Rente, die auf dem Papier okay aussieht – aber im Ernstfall hinten und vorne nicht reicht.

❌ „1.500 € klingt nach viel“

Klingt so – bis Sie rechnen: 800 € Miete + 200 € Versicherungen + 300 € Alltag + 200 € Vorsorge = 1.500 €. Null Euro Puffer. Keine Rücklagen, kein Urlaub, kein Spielraum.

❌ Inflation vergessen

2 % Inflation pro Jahr bedeutet: 1.500 € heute sind in 20 Jahren nur noch ca. 1.000 € wert. Ohne Leistungsdynamik verliert Ihre Rente real an Wert – jedes Jahr.

❌ Vorsorge nicht eingeplant

Wenn Sie im BU-Fall keine Altersvorsorge mehr zahlen können, entsteht zusätzlich eine Rentenlücke. Doppelt gedämpft: weniger Einkommen jetzt und später.

So nähern Sie sich der passenden Höhe

Fixkosten + Leben + Vorsorge weiterführen

Rechnen Sie konkret: Miete/Kredit + Versicherungen + Lebenshaltung + Altersvorsorge + Puffer = Mindest-BU-Rente.

Faustregel: 75–80 % Ihres Nettoeinkommens. Mehr ist besser – aber es gibt Angemessenheitsgrenzen der Versicherer.

Puffer für Inflation

Wählen Sie eine BU mit Leistungsdynamik: Die Rente steigt im Leistungsfall jährlich. Zusätzlich schützt Beitragsdynamik in der Ansparphase gegen Inflation.

Beispielrechnung: Akademikerin, 34, 4.200 € netto

Fixkosten: Miete 1.100 € + Versicherungen 350 € + Mobilität 200 € = 1.650 €

Lebenshaltung: Essen/Haushalt 500 € + Freizeit 200 € = 700 €

Vorsorge: ETF-Sparplan 300 € + Versicherungsbeiträge 150 € = 450 €

Puffer: 200 €

Mindest-BU-Rente: ca. 3.000 € – das sind 71 % des Nettos.

Bei 2.000 € BU-Rente würde sie 1.000 € pro Monat fehlen – jeden Monat, für möglicherweise Jahrzehnte.

Angemessenheit: Warum Versicherer Grenzen setzen

Versicherer prüfen, ob die gewünschte BU-Rente zu Ihrem Einkommen passt. Typisch: maximal 60–80 % des Bruttoeinkommens. Wer deutlich darüber liegt, braucht eine Begründung oder erhält eine Kürzung.

Das ist kein Nachteil – es schützt vor Überversicherung. Wichtig ist: Die Rente so hoch wie realistisch möglich zu wählen, nicht so niedrig wie gerade bezahlbar.

Was unsere Kunden sagen

Ich hatte 1.200 € BU-Rente – bei 3.800 € Netto. Die Lücke war riesig. Jetzt sind es 2.800 € – dank Nachversicherung ohne Gesundheitsprüfung.
Andrea T. – Bauingenieurin, 37 – BU-Check
Mir war nicht klar, dass ich Altersvorsorge im BU-Fall auch weiter brauche. Die Beratung hat mir die Augen geöffnet.
Patrick H. – Controller, 34 – BU-Beratung

Quelle: ProvenExpert – 827+ Bewertungen, Gesamtnote 4,9/5

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Wir rechnen mit Ihren Zahlen: Fixkosten, Lebensstandard, Vorsorge. So finden Sie die Rentenhöhe, die im Ernstfall trägt.

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Häufige Fragen

Reicht 1.000 / 1.500 / 2.000 € BU-Rente?

Kommt auf Ihre Fixkosten an. 1.000 € reicht fast nie – allein Miete + Nebenkosten fressen oft die Hälfte. 2.000 € ist für viele Akademiker der Mindestbereich. Besser: individuell rechnen.

Soll die BU-Rente netto oder brutto geplant werden?

BU-Rente ist steuerpflichtig (Ertragsanteil). Planen Sie eher netto-orientiert: Was brauchen Sie tatsächlich zum Leben? Der Steuervorteil ist gering, die Lücke bei zu niedriger Rente nicht.

Was ist mit Miete/Kredit?

Miete oder Kreditrate laufen im BU-Fall weiter. Planen Sie diese vollständig in die BU-Rente ein. Wer abbezahlt hat, braucht weniger – aber das ist selten vor 50.

Was ist mit Kindern/Familie?

Kinder erhöhen den Bedarf: Betreuung, Schule, Alltag. Wenn Sie Hauptverdiener sind, muss die BU-Rente auch die Familie tragen.

Muss ich Altersvorsorge in BU-Zeit weiter zahlen?

Im Idealfall ja – sonst entsteht zusätzlich eine Vorsorge-Lücke. Planen Sie mindestens einen kleinen Puffer für Vorsorge-Beiträge ein.

Wie passt Dynamik zur Rentenhöhe?

Die Beitragsdynamik erhöht die Rente jährlich automatisch. So wächst Ihr Schutz mit – ohne neue Gesundheitsprüfung. Sehr empfehlenswert, um Inflation auszugleichen.

Kann ich später erhöhen?

Ja – über Nachversicherungsgarantie bei Heirat, Kind, Gehaltserhöhung. Oder über Dynamik. Beides ohne Gesundheitsprüfung.

Was passiert bei Teilzeit?

In Teilzeit sinkt Ihr Einkommen – aber Ihre BU-Rente bleibt. Manche Versicherer prüfen die Angemessenheit: Wenn die Rente höher als das aktuelle Einkommen ist, kann das Fragen aufwerfen.

Was ist Überversicherung?

Wenn die BU-Rente höher als das aktuelle Nettoeinkommen ist, kann der Versicherer die Rente ablehnen oder kürzen. Daher: realistisch planen, nicht übertreiben.

Wie oft sollte man BU-Rente prüfen?

Alle 2–3 Jahre oder bei jedem größeren Lebensereignis (Gehaltserhöhung, Heirat, Kind, Immobilie). Wir bieten das im Rahmen der Vorsorgeanalyse an.

Weiter im BU-Ratgeber

BU-Rente: Nicht zu niedrig – damit es im Ernstfall reicht

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