BU-Rente: Wie hoch sollte sie sein – damit es im Ernstfall reicht?
„Wie viel BU-Rente brauche ich?“ ist die erste Frage – und die, die am häufigsten falsch beantwortet wird. Zu niedrig geplant bedeutet: Im Ernstfall fehlt Geld für Miete, Familie und Vorsorge.
Warum „zu niedrig“ der Klassiker ist
Die meisten Menschen wählen die BU-Rente nach Bauchgefühl oder Budget statt nach Bedarf. Das Ergebnis: Eine Rente, die auf dem Papier okay aussieht – aber im Ernstfall hinten und vorne nicht reicht.
❌ „1.500 € klingt nach viel“
Klingt so – bis Sie rechnen: 800 € Miete + 200 € Versicherungen + 300 € Alltag + 200 € Vorsorge = 1.500 €. Null Euro Puffer. Keine Rücklagen, kein Urlaub, kein Spielraum.
❌ Inflation vergessen
2 % Inflation pro Jahr bedeutet: 1.500 € heute sind in 20 Jahren nur noch ca. 1.000 € wert. Ohne Leistungsdynamik verliert Ihre Rente real an Wert – jedes Jahr.
❌ Vorsorge nicht eingeplant
Wenn Sie im BU-Fall keine Altersvorsorge mehr zahlen können, entsteht zusätzlich eine Rentenlücke. Doppelt gedämpft: weniger Einkommen jetzt und später.
So nähern Sie sich der passenden Höhe
Fixkosten + Leben + Vorsorge weiterführen
Rechnen Sie konkret: Miete/Kredit + Versicherungen + Lebenshaltung + Altersvorsorge + Puffer = Mindest-BU-Rente.
Faustregel: 75–80 % Ihres Nettoeinkommens. Mehr ist besser – aber es gibt Angemessenheitsgrenzen der Versicherer.
Puffer für Inflation
Wählen Sie eine BU mit Leistungsdynamik: Die Rente steigt im Leistungsfall jährlich. Zusätzlich schützt Beitragsdynamik in der Ansparphase gegen Inflation.
Beispielrechnung: Akademikerin, 34, 4.200 € netto
Fixkosten: Miete 1.100 € + Versicherungen 350 € + Mobilität 200 € = 1.650 €
Lebenshaltung: Essen/Haushalt 500 € + Freizeit 200 € = 700 €
Vorsorge: ETF-Sparplan 300 € + Versicherungsbeiträge 150 € = 450 €
Puffer: 200 €
Mindest-BU-Rente: ca. 3.000 € – das sind 71 % des Nettos.
Bei 2.000 € BU-Rente würde sie 1.000 € pro Monat fehlen – jeden Monat, für möglicherweise Jahrzehnte.
Angemessenheit: Warum Versicherer Grenzen setzen
Versicherer prüfen, ob die gewünschte BU-Rente zu Ihrem Einkommen passt. Typisch: maximal 60–80 % des Bruttoeinkommens. Wer deutlich darüber liegt, braucht eine Begründung oder erhält eine Kürzung.
Das ist kein Nachteil – es schützt vor Überversicherung. Wichtig ist: Die Rente so hoch wie realistisch möglich zu wählen, nicht so niedrig wie gerade bezahlbar.
Was unsere Kunden sagen
Quelle: ProvenExpert – 827+ Bewertungen, Gesamtnote 4,9/5
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Häufige Fragen
Kommt auf Ihre Fixkosten an. 1.000 € reicht fast nie – allein Miete + Nebenkosten fressen oft die Hälfte. 2.000 € ist für viele Akademiker der Mindestbereich. Besser: individuell rechnen.
BU-Rente ist steuerpflichtig (Ertragsanteil). Planen Sie eher netto-orientiert: Was brauchen Sie tatsächlich zum Leben? Der Steuervorteil ist gering, die Lücke bei zu niedriger Rente nicht.
Miete oder Kreditrate laufen im BU-Fall weiter. Planen Sie diese vollständig in die BU-Rente ein. Wer abbezahlt hat, braucht weniger – aber das ist selten vor 50.
Kinder erhöhen den Bedarf: Betreuung, Schule, Alltag. Wenn Sie Hauptverdiener sind, muss die BU-Rente auch die Familie tragen.
Im Idealfall ja – sonst entsteht zusätzlich eine Vorsorge-Lücke. Planen Sie mindestens einen kleinen Puffer für Vorsorge-Beiträge ein.
Die Beitragsdynamik erhöht die Rente jährlich automatisch. So wächst Ihr Schutz mit – ohne neue Gesundheitsprüfung. Sehr empfehlenswert, um Inflation auszugleichen.
Ja – über Nachversicherungsgarantie bei Heirat, Kind, Gehaltserhöhung. Oder über Dynamik. Beides ohne Gesundheitsprüfung.
In Teilzeit sinkt Ihr Einkommen – aber Ihre BU-Rente bleibt. Manche Versicherer prüfen die Angemessenheit: Wenn die Rente höher als das aktuelle Einkommen ist, kann das Fragen aufwerfen.
Wenn die BU-Rente höher als das aktuelle Nettoeinkommen ist, kann der Versicherer die Rente ablehnen oder kürzen. Daher: realistisch planen, nicht übertreiben.
Alle 2–3 Jahre oder bei jedem größeren Lebensereignis (Gehaltserhöhung, Heirat, Kind, Immobilie). Wir bieten das im Rahmen der Vorsorgeanalyse an.
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