Hilfe & Kontakt:
Mo. - Fr. 09.00 - 18.00

E-Mail Anfrage

0721 358 369

Hilfe & Kontakt:
Mo. - Fr. 09.00 - 18.00

E-Mail Anfrage

0721 358 369

Beihilfevorschriften des Bundes und der Länder

Beamte und Referendare haben durch die Beihilfeverordnungen und Besoldungsregeln einen Anspruch auf Beihilfe zu den Krankheitskosten. Beihilfe meint damit schlichtweg einen Zuschuss in Form einer Kostenerstattung von X-Prozent der durch eine Krankheit entstandenen Kosten.

Der Erstattungsanspruch ist in der jeweils zutreffenden Beihilfeverordnung genauer definiert und umfasst Art und Höhe des Erstattungsumfangs.

Vorsicht: Beihilfe ist Ländersache! …und ist immer etwas anders.

Haben Sie Fragen oder suchen Sie eine Beratung zur PKV? Dann kontaktieren Sie uns gerne: >Kontaktanfrage< oder 0721 358 369.

Anfrage stellen

Beihilfe Baden-Württemberg

Mehr zum Thema: http://www.lbv.bwl.de/service/beihilfeverordnung/ und http://www.lbv.bwl.de/fachlichethemen/beamte/beihilfe/

Die Beihilfe bemisst sich nach einem Prozentsatz der beihilfefähigen Aufwendungen (=Regelbemessungssatz). Der Bemessungssatz ist davon abhängig, ob die beihilfeberechtigte Person am 31.12.2012 „vorhanden“, also am 31.12.2012 bereits beihilfeberechtigt im Sinne des § 2 Absatz 1, 3 und 4 Beihilfeverordnung war oder nicht (Stichtagsregelung).

a) Waren Sie am 31.12.2012 bereits beihilfeberechtigt im Sinne des § 2 Absatz 1, 3 und 4 Beihilfeverordnung, dann beträgt der Regelbemessungssatz für Aufwendungen in Geburts-, Krankheits-, Pflege- und Todesfällen sowie der Gesundheitsvorsorge für:

Sie als beihilfeberechtigte/r Beamtin/Beamter ohneKinder oder mit einem berücksichtigungsfähigem Kind

   50 %

Sie als beihilfeberechtigte/r Beamtin/Beamter mit mindestens zwei berücksichtigungsfähigen Kindern

   70 %

Ihre/n berücksichtigungsfähige/n Ehegattin/Ehegatten

   70 %

Ihre/n berücksichtigungsfähige/n Lebenspartner/innach dem Lebenspartnerschaftsgesetz

   70 %

Ihr berücksichtigungsfähiges Kind

   80 %

Sie als Empfänger/in von Versorgungsbezügen
(Beamtin/Beamter im Ruhestand, Witwe, Witwer)

   70 %

Sie als Waise

   80 %

Sie als entpflichtete Hochschullehrer/in

   50 %

Hinweis: Die nachfolgenden Fragen und Erläuterungen unter a) gelten ausschließlich für die beihilfeberechtigte Personen, die am 31.12.2012 „vorhanden“, also am 31.12.2012 bereits beihilfeberechtigt im Sinne des § 2 Absatz 1, 3 und 4 Beihilfeverordnung waren.

Beihilfe Rheinland-Pfalz

Die Beihilfe bemisst sich nach einem Vomhundertsatz der beihilfefähigen Aufwendungen (Bemessungssatz). Der Bemessungssatz beträgt für Aufwendungen, die entstanden sind für

1.

den Beihilfeberechtigtigen

Beamte
emeritierte Hochschullehrer

50 %.

2.

den Empfänger von Versorgungsbezügen,
die als solche beihilfeberechtigt sind

Ruhestandsbeamte
Witwen / Witwer

70 %.

3.

den berücksichtigungsfähigen Ehegatten
oder Lebenspartner

Einkunftsgrenzen sind zu beachten

70 %.

4.

– ein berücksichtigungsfähiges Kind
– eine Waise, die als solche beihilfeberechtigt ist

80 %

Sind zwei oder mehr Kinder im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig, so beträgt der Bemessungssatz für den Beihilfeberechtigten nach Nr. 1 70 v.H.. Bei mehreren Beihilfeberechtigten gilt dies nur für die beihilfeberechtigte Person, die den kinderbezogenen Anteil im Familienzuschlag bezieht. Hierzu beachten Sie auch die Erläuterungen unter Kinder und die unten stehenden Ausführungen zur Konkurrenz beim Familienzuschlag.

Mehr zum Thema: https://www.lff-rlp.de/fachliche-themen/beihilfe/

Fazit

Wie Sie feststellen können werden keine 100% der entstehenden Kosten durch die Beihilfe gedeckt, sondern es verbleibt eine Rest, für den man eine Restkostenversicherung benötigt.

Außer den Einschränkungen im prozentualen Anteil der Erstattung gibt es auch Einschränkungen im Bereich der Leistungsfelder, zum Beispiel für Brillen oder stationäre Behandlung im Krankenhaus.

Die unterschiedlichen Beihilfeverordnungen der Länder weichen oftmals stark voneinander ab, beispielsweise bei Zahnersatz oder stationären Unterbringung. Ebenfalls ein wichtiger und nicht zu vernachlässigender Punkt sind Kur- und Rehaleistungen.

Sowohl Erstattungssätze als auch Leistungsumfänge sollten vorab geprüft werden, bevor die geeignete private Krankenversicherung gesucht werden kann.

Folgende Fragen sind daher vorab zu beantworten:

  • Wer ist der Dienstherr und welcher Beihilfeverordnung unterliegen Sie?
  • Wie hoch ist Ihr prozentualer Beihilfeanspruch?
  • Was deckt die Beihilfe ab und welche Lücken bestehen?

Sobald Sie diese Fragen und damit Ihre Beihilfeansprüche geklärt haben,  können Sie sich darüber Gedanken machen, welcher Versicherungsschutz Sie interessiert und wie für Sie die bestmögliche Absicherung aussehen könnte.

Damit haben Sie dann die Grundlagen für die in der Beratung folgenden Leistungs- und Tarifvergleiche für die Restkostenversicherung.

Wichtig sind natürlich auch die Gesundheitsfragen

Weiterlesen:

Hier kostenlosen Ratgeber für Beamte runterladen (klick!)

 Versicherungsratgeber Downloaden

Schlagworte: Beihilfevorschriften, Länder, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Beamte

Beihilfesätze der verschiedenen Dienstherren

Bundeslandambulanter Beihilfeanspruchstationärer Beihilfeanspruch
RegelleistungenWahlleistungen
Bund, Bayern, Baden-Württemberg¹, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, ThüringenBeihilfeberechtigter
50% (50%)
50% (50%)
50% (50%)
Beihilfeberechtigter mit 2 oder mehr Kindern
70% (50%)
70% (50%)
70% (50%)
Ehegatte
70% (50%)
70% (50%)
70% (50%)
Versorgungsempfänger
70% (50%)
70% (50%)
70% (50%)
Kind
80% (80%)
80% (80%)
80% (80%)
Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland, Schleswig-HolsteinBeihilfeberechtigter
50%
50%
keine
Beihilfeberechtigter mit 2 oder mehr Kindern
70%
70%
keine
Ehegatte
70%
70%
keine
Versorgungsempfänger
70%
70%
keine
Kind
80%
80%
keine
HessenBeihilfeberechtigter, ledig
50%
65%
65%
Beihilfeberechtigter, verheiratet/verwitwet
55%
70%
70%
BremenBeihilfeberechtigter, ledig
50%
65%
65%
Beihilfeberechtigter, verheiratet/verwitwet
55%
70%
70%

¹ bei erstmaligem Beihilfeanspruch nach dem 01.01.2013 gelten die in Klammern stehenden Sätze

Hessen und Bremen:

  • die 5%ige Erhöhung der Sätze gilt nicht, wenn der Ehegatte beihilfeberechtigt oder pflichtversichert ist oder über der Einkommensgrenze verdient
  • für jedes berücksichtigungsfähige Kind erhöht sich der Bemessungssatz um 5% bis maximal 70%
  • der Bemessungssatz erhöht sich um 10% für Versorgungsempfänger
  • für stationäre Leistungen erhöht sich der ambulante Bemessungssatz um 15% bis maximal 85% (nur Hessen)
  • für berücksichtigungsfähige Angehörige gelten dieselben Sätze

Hamburg:

  • Wahl zwischen „klassischer“ Beihilfe und „Pauschal-Beihilfe“ (= Beitragszuschuss zum Versicherungsbeitrag)
  • Pauschal-Beihilfe in Höhe von 50% des nachgewiesenen KV-Beitrags je Person egal ob GKV oder PKV vollversichert
  • Max. Zuschuss in Höhe von 50% des KV-Beitrags im Basistarif bei PKV
  • Entscheidung ist unwiderruflich, d.h. für die Dauer der Verbeamtung
  • Pauschal-Beihilfe gibt es nicht zur Pflegepflichtversicherung ( hier besteht unverändert Beihilfeanspruch)

 

 

Sonderfall Polizeibeamte und Soldaten

Bundeslandwährend der Ausbildungnach der AusbildungWahlleistungen (Zweibettzimmer, Privatarzt)täglicher Abzug bei Aufenthalt im Zweibettzimmer während der freien Heilfürsorge
Bundeswehrfreie Heilfürsorgefreie Heilfürsorgeab Besoldungsgruppe A8nein
Bundespolizeifreie Heilfürsorgefreie Heilfürsorge100%14,50 €
Baden-Württembergfreie Heilfürsorgefreie HeilfürsorgeBei Zahlung von 22,00 €:
50% (bei bis zu einem Kind) oder 70% (ab zwei Kindern)
nein
Bayernfreie HeilfürsorgeBeihilfeneinnein
Berlinim einfachen und mittleren Dienst freie HeilfürsorgeBeihilfeneinnein
Brandenburgfreie Heilfürsorgefreie Heilfürsorge, beihilfeberechtigte Polizei-Beamte können bis 31.12.2019 in die Heilfürsorge wechselnneinnein
Bremenfreie Heilfürsorgefreie Heilfürsorgeneinnein
Hamburgfreie Heilfürsorgefreie Heilfürsorge, wenn ein Eigenanteil von 1,4% vom Grundgehalt vereinbart werden, sonst Beihilfeneinnein
HessenBeihilfeBeihilfeneinentfällt
Mecklenburg-Vorpommernfreie Heilfürsorgefreie Heilfürsorgeneinnein
Nordrhein-Westfalenfreie Heilfürsorgefreie Heilfürsorge50% (bei bis zu einem Kind) oder 70% (ab zwei Kinden)Zweibettzimmer: 15,00 € für 30 Tage pro Jahr
Privatarzt: 10,00 € für 30 Tage pro Jahr
Niedersachsenfreie Heilfürsorgefreie Heilfürsorge, wenn 1,3% vom Grundgehalt als Eigenanteil vereinbart sind, ansonsten Beihilfeneinnein
Rheinland-PfalzBeihilfefreie Heilfürsorge, während des Dienstes in der Bereitschaftspolizei, in allen anderen Fällen Beihilfeneinentfällt
SaarlandBeihilfeBeihilfeneinentfällt
Sachsenfreie Heilfürsorgefreie Heilfürsorgeneinnein
Sachsen-Anhaltfreie Heilfürsorgefreie Heilfürsorge, wenn Besodlungseinbehalt vereinbart wird, sonst Beihilfeneinnein
Schleswig-Holsteinfreie Heilfürsorge, wenn ein Eigenanteil von 1,4% vom Grundgehalt vereinbart werden, sonst Beihilfefreie Heilfürsorge, wenn ein Eigenanteil von 1,4% vom Grundgehalt vereinbart werden, sonst Beihilfeneinnein
Thüringenfreie HeilfürsorgeBeihilfe50% (bei bis zu einem Kind) oder 70% (ab zwei Kinden)ja

 

Alle Auflistungen Stand 20.11.2019 geltend für Beamte, Anwärter, Referendare (Ämter, Behörden, Richter, Justiz, Polizei, Jura, Verwaltung, Lehramt)

Debeka erhöht PKV-Beiträge für Beamte – für wen ein Wechsel sinnvoll ist

Die Debeka private Krankenversicherung erhöht zum 01.01.2021 die Beiträge. Für wen ein Wechsel sinnvoll ist und für wen nicht wollen wir hier aufklären. Nach Einschätzung vieler […]

Praktikumsbericht Y.F. – eine Woche Einblick in den Fairsicherungsladen Karlsruhe

Hier lesen Sie den Praktikumsbericht über eine Woche Einblicke im Fairsicherungsladen von Herrn F. Bei Praktikanten handhaben wir es so, dass der Name zum Datenschutz abgekürzt […]

Beispiele warum anonyme Risikovoranfragen Sinn machen

Anonyme Risikovoranfragen machen in der Regel Sinn. Tatsächlich, das Thema kam neulich auf Frage eines unserer Praktikanten auf, machen wir bei Berufsunfähigkeitsversicherungen, privater Krankenversicherung und Risikolebensversicherung  […]

Einblicke im Fairsicherungsladen – Praktikant berichtet Teil 1+2

Seit 22.06.2020 haben wir, aufgeschoben durch Corona, unseren ersten Praktikanten in diesem Jahr bei uns. Bei Praktikanten handhaben wir es so, dass der Name zum Datenschutz […]

Top Ergebnis mit anonymer Risikovoranfrage bei BU und PKV

Top Ergebnisse für BU und PKV: Ans Ziel mit der anonymen Risikovoranfrage Sie wollen eine Versicherung wie zum Beispiel  Krankenversicherung, Zusatzkrankenversicherung, Risikolebensversicherung oder Berufsunfähigkeitsabsicherung abschließen. Hier […]

Rückwechsel von PKV in gesetzliche Krankenversicherung GKV

Ein Rückkehr von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung wird häufig überlegt, besonders wenn die Beiträge der privaten Krankenversicherung steigen. Folgende Informationen sind wertungsfrei bei […]

PKV Beitragserhöhungen 2019 auf 2020

PKV Beitragserhöhungen 2019 auf 2020 Regelmäßig kommt es in der privaten Krankenversicherung zu Beitragserhöhungen. Auch dieses Jahr wird je nach Anbieter wieder kräftig aufgeschlagen. Grundsätzlich gilt: […]

Gesundheitsprüfung bei PKV und BU

Die Gesundheitsprüfung bei privaten Krankenversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen Um bei einer privaten Krankenversicherung oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung aufgenommen zu werden, wird im Antrag einer Risikoprüfung durchgeführt,  also eine […]

Krankenversicherung für Lehramtsanwärter

Private Krankenversicherung für Lehramtsanwärter Private Krankenversicherung für Lehramtsanwärter Sie sind Lehramtsanwärter und auf der Suche nach einer privaten Krankenversicherung, die zu Ihrem Leben passt? Warum sich […]

Krankenakte für anonyme Voranfragen BU und PKV

Richtige Gesundheitsangaben für Versicherungen - mit der Krankenakte Sie wollen eine Versicherung wie zum Beispiel  Krankenversicherung, Zusatzkrankenversicherung, Risikolebensversicherung oder Berufsunfähigkeitsabsicherung abschließen. Hier müssen Sie wahrheitsgemäß Gesundheitsfragen […]