Schwere-Krankheiten-Absicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung

Schwere Krankheiten Absicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung im Überblick. Wann sich welche Versicherungsform für Sie lohnt und worin die Unterschiede bestehen.

Viele Arbeitnehmer und Selbstständige machen sich Gedanken darüber was mit Ihnen geschieht, wenn Sie aufgrund einer Krankheit oder eines schädigenden Ereignisses nicht mehr in der Lage sind, ihren Beruf weiterhin ausführen zu können. Eine geeignete Vorsorge und Absicherung ist daher unerlässlich.

Doch welche Formen der Absicherung gibt es für solche Fälle? In dieser Frage stellen wir die Schwere Krankheiten Absicherung (Dread Disease) mit der Berufsunfähigkeitsversicherung gegenüber und gehen auf die Unterschiede ein. Sie werden feststellen, dass je nach Ihrer persönlichen Lebenssituation eher die eine oder die andere Form der Sicherung für Sie Sinn macht.

Der Unterschied im groben Überblick:

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet Ihnen fortwährende monatliche Zahlungen, wenn Sie voraussichtlich in den nächsten 6 Monaten Ihren Beruf nur noch zu 50% oder weniger ausüben konnten, was ein Arzt diagnostizieren muss. Wie hoch die Zahlung ist und bis wann die Zahlungen aufrecht erhalten bleiben, hängt von dem jeweiligen Vertrag Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung ab. Auch ist dort genau definiert, unter welchen Umständen die Berufsunfähigkeitsversicherung ihre Leistungen erbringt und wann eben nicht.

Eine Schwere Krankheiten Absicherung, auch Dread Disease genannt, leistet im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung keine monatlichen Zahlungen, sondern einen zuvor im Vertrag festgelegten Einmalbetrag. Dieser Betrag wird fällig, wenn der Versicherungsnehmer eine Diagnose über eine schwerwiegende Krankheit erhält. Um welche Krankheiten es sich handelt, ist bei Vertragsabschluss auf einer abschließenden Liste festgelegt. Meist sind es bis zu 42 Krankheiten, bspw. Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, etc.. Die Höhe des Betrages kann je nach Wunsch des Versicherungsnehmers variieren. Hierbei kommen Beträge von 30.000 bis 250.000€ in Betracht.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es sich bei beiden Varianten um sinnvolle Formen der Absicherung handelt. Denn wenn man mitten im Leben steht und durch eine schwere Krankheit oder durch ein anderes schädigendes Ereignis nicht mehr in der Lage ist seinen Lebensunterhalt selber zu bestreiten, kann dies schnell zum finanziellen Desaster führen. Denn die bisherigen Verpflichtungen, die Sie noch als gesunder und belastbarer Mensch hatten, verschwinden meist nicht mit Ihrer Krankheit oder Berufsunfähigkeit.

Während die Berufsunfähigkeitsversicherung ganzheitlich auf den Schutz der eigenen Arbeitskraft abzielt, fokussiert sich die Schwere-Krankheiten-Absicherung tatsächlich nur auf die ärztliche Diagnose einer schweren Krankheit. Dieser Unterschied kann gravierend sein.  Denn nicht jede schwere Krankheit führt automatisch dazu, dass Sie berufsunfähig im Sinne Ihrer BU-Versicherung sind. Andersherum ist auch nicht jede Berufsunfähigkeit auf eine schwere Krankheit zurückzuführen, in denen eine Dread Disease greifen würde.

Wir geben Ihnen zwei Beispiele, um Ihnen den Unterschied zu veranschaulichen:

Beispiel A:  Max Mustermann, erfolgreicher Unternehmer, 20 Mitarbeiter, erleidet Krebs

Max erhält eine Krebsdiagnose und fällt aus. Nach einer komplizierten Operation und Chemotherapie wird er jedoch wieder gesund und arbeitsfähig. Seine Berufsunfähigkeitsversicherung prüft, ob die Voraussetzungen für den Leistungsfall vorliegen (Ausfallzeiten etc.). Unter Umständen erhält er von seiner BU-Versicherung keine Leistungen (wenn nur kurz, bspw. Hautkrebs).

Die Schwere-Krankheiten-Absicherung zahlt Max unabhängig von seiner Ausfallzeit den festgelegten Betrag aus. Unabhängig davon, ob er wieder gesund ist oder nicht. Der Betrag steht ihm zur freien Verfügung.

 

Beispiel B: Fred Mustermann, Angestellter in einer Firma, leidet unter Depressionen

Fred geht es nicht gut. Er leidet unter Depressionen und kann seinen Beruf über ein Jahr nicht mehr ausüben. Die BU-Versicherung prüft den Sachverhalt und leistet Fred Schutz in dieser schweren Phase.

Seine Schwere-Krankheiten-Absicherung hingegen kann für Fred keine Hilfe sein, da psychische Erkrankungen nicht abgesichert sind.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schwere-Krankheiten-Versicherung ein geeignetes Instrument darstellt, um den Schutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu ergänzen. Sollten Sie jedoch aufgrund bestimmter Voraussetzungen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht in Frage kommen, weil Sie zum Beispiel bereits mehrfach abgelehnt wurden, stellt die Dread-Disease ein geeignetes Mittel dar um einen Minimalschutz gegen schwere Erkrankungen zu erhalten.

Gerne stehen wir Ihnen zur Seite und beraten Sie umfassend über den maßgeschneiderten Schutz für Ihre persönliche Lebenssituation. Sprechen Sie uns an.